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DW-AKADEMIE | Zum Jahreswechsel

Die Direktorin der DW-AKADEMIE, Gerda Meuer, blickt zuversichtlich auf die Medienentwicklung in Afrika. Auch in diesem Jahr werde man die Medien auf dem Kontinent in ihrer Arbeit unterstützen.

Portraitfoto Gerda Meuer (Foto: DW).


Liebe Leserinnen und Leser,

"wende Dein Gesicht der Sonne zu, und Du lässt die Schatten hinter Dir" sagt ein Sprichwort aus Afrika. Und genau dies muss sich im Dezember ein Autor des New Yorker gedacht haben, als er die aus seiner Sicht "zehn positivsten Geschichten aus Afrika 2011" aufschrieb: Um wirtschaftlichen Aufschwung auf dem Kontinent ging es da, um zwei Afrikanerinnen, die im vergangenen Jahr mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden und um die Geburt eines neuen Staates. Aber auch die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonen zählt aus Sicht des New Yorkers zu den erfreulichen Entwicklungen in Afrika. "Die Geräte sind von unschätzbarem Wert: In ländlichen Gebieten Ruandas, wo die Müttersterblichkeit hoch ist, konnte über Mobiltelefone die Schwangerschaftsvorsorge entscheidend verbessert werden." Und das kenianische Mobile Banking System gelte manchen gar als das innovativste der Welt: Über Handys können Geschäfte abgewickelt, Rechnungen bezahlt, Kleinkredite verwaltet werden. Ein immenser Fortschritt in einem Land, wo noch lange nicht jeder über ein Bankkonto verfügt.

Mobile Kommunikation - wahrlich ein Fortschritt für unzählige Afrikaner. Das gilt auch für die Verbreitung von Informationen und Nachrichten - gerade in Ländern ohne Pressefreiheit. Ich hatte 2011 mehrfach die Gelegenheit mit Brenda Burell zu sprechen, der Technischen Direktorin von Freedom Fone, einem Projekt der zimbabwischen Initiative Kubatana.net. Die Organisation ermöglicht es selbst Analphabeten im autoritär regierten Zimbabwe, unzensierte Nachrichten zu empfangen - eine speziell entwickelte, sprachgesteuerte Menüführung macht das möglich. Geht es nach Freedom Fone, ist Zimbabwe erst der Anfang: Auch in vielen anderen Ländern weltweit könnte die Software eingesetzt werden, um Menschen, die fernab jeglicher Internetverbindung leben und die weder über die finanziellen Mittel noch über einen Zugang zu anderen Informationsquellen verfügen, mit unzensierten Informationen zu versorgen.

Die DW-AKADEMIE kooperiert in Zimbabwe mit Freedom Fone. Für uns war die Unterstützung und Entwicklung von Medien in Afrika 2011 ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit. Mit Hilfe unserer Geldgeber und Partner - vor allem des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit - konnten wir in zahlreichen afrikanischen Ländern Projekte umsetzen. Stets ging es dabei darum, diejenigen zu unterstützen, die für Pressefreiheit und gegen Zensur sind. Oder - in Anlehnung an das afrikanische Sprichwort - die uns dabei unterstützen wollen, dass es mehr Licht als Schatten auf dem afrikanischen Medienmarkt gibt. Diese Arbeit wollen wir 2012 fortsetzen. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Herzlichst,
Gerda Meuer
Direktorin DW-AKADEMIE

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