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Afrika

DW Akademie in Mosambik

Die Informations- und Pressefreiheit ist in Mosambik zwar in der Verfassung verankert und schließt ausdrücklich den Schutz von Journalisten ein. Tatsächlich müssen Medienschaffende aber bei der Berichterstattung über sensible Themen wie Korruption oder Amtsmissbrauch unter Politikern mit Verleumdungsklagen sowie Geld- oder Haftstrafen rechnen. Vor allem in den ländlichen Regionen ist der Druck der Behörden auf Journalisten groß, viele Reporter unterwerfen sich daher einer Selbstzensur. Die dominierenden staatlichen Medien - der Fernsehsender Televisão de Moçambique (TVM), die Tageszeitung Notícias und Radio Moçambique - befinden sich zunehmend unter politischer Einflussnahme. Der private Mediensektor berichtet zwar weitgehend unabhängig, die journalistische Qualität der Medienangebote bewegt sich allerdings oft auf niedrigem Niveau. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt das Internet: Auch wenn bisher nur rund fünf Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet haben, so hat die Nutzung von Mobiltelefonen in den vergangenen Jahren enorm zugenommen.

Unser Engagement
Die Arbeit der DW Akademie konzentriert sich auf eine grundsätzliche Verbesserung journalistischer Standards bei landesweiten Medien. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Politik- und Wirtschaftsberichterstattung: Kaum ein Bereich ist in Mosambik für Journalisten und Bürger so intransparent wie die Haushaltsplanung und die Verteilung öffentlicher Gelder. In den Trainings der DW Akademie, die in Kooperation mit mosambikanischen Beratungsfirmen durchgeführt werden, sollen Reporter daher vor allem in die Lage versetzt werden, komplexe Zusammenhänge der Politik und des Finanzsystems auf nutzerfreundliche Art und Weise darzustellen. Im Vorfeld der parlamentarischen Haushaltsdebatte wurden Journalisten unterschiedlicher Medien beispielsweise dabei unterstützt, aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen des Finanzministeriums verständliche Berichte zu produzieren. In weiteren Projekten wird die Finanzkompetenz der Bürger durch die Produktion eines Fernsehfilms, eines Radio-Hörspiels und eines Comics gefördert.


Mittelgeber: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Ländermanagerin: Helena Ferro de Gouveia

Einsatzorte: Maputo, Pemba, Beira, Quelimane, Tete, u.a,

Partner vor Ort: Banco de Moçambique, Canal de Moçambique, International Capital Corporation, MB Consulting, O Pais, Radio Moçambique, Televisão Independente de Moçambique, Televisão de Moçambique (TVM)

Schwerpunkte: Financial Literacy

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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