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Nahost/Nordafrika

DW Akademie in Marokko

Marokko ist eine Gesellschaft im Wandel und mit starken Gegensätzen. Sie existieren zum Beispiel zwischen städtischen und ländlichen Gebieten sowie zwischen konservativen und liberalen Milieus. Die Regierung schafft zwar insgesamt einen Rahmen innerhalb dessen das Land umfassend mit Medienangeboten versorgt werden kann. Auch herrscht offiziell Meinungs- und Pressefreiheit. Gleichzeitig greift der Staat an vielen Stellen in die Arbeit der Medien ein. So schreibt die Regulierungsbehörde für Rundfunk die Nachrichtenauswahl teilweise vor, und der Staat belässt es bei dehnbaren Gesetzen, die Journalisten mit Geld- und Gefängnisstrafen bedrohen. Gefährlich sind Themen wie das Königshaus, der Islam, Kritik an der offiziellen Westsahara-Politik aber auch Homosexualität und Terrorismus. In den vergangenen Jahren versuchten Journalisten immer wieder, Grenzen auszudehnen und Freiräume zu erschließen. So erschienen beispielsweise wiederholt Berichte über Korruptionsaffären, in die auch Mitglieder des Königshauses verwickelt waren. Aufgedeckt haben dies oft Journalisten von jungen Online-Medien.

Medien werden in Marokko sowohl in der Stadt wie auch auf dem Land stark genutzt. In urbanen Zentren sind das Tageszeitungen, Fernsehen und Online-Medien, auf dem Land dominiert nach wie vor das Radio. Seit 2004 dürfen auch private Anbieter Rundfunk betreiben. Derzeit senden 18 private Radiostationen, dagegen gibt es nur einen privaten TV-Sender, Medi1. Demgegenüber stehen sieben TV- und fünf Radio-Programme des staatlichen Senders SNRT sowie der quasi-staatliche TV-Sender 2M. Die 2011 reformierte Verfassung sieht eine stärkere Dezentralisierung Marokkos vor. In dem Zusammenhang bieten mehr und mehr Sender auch Programme auf Darija (marokkanisches Arabisch), in Berbersprachen und Spanisch an.

Unser Engagement
Die DW Akademie arbeitet seit 2012 regelmäßig in Marokko. Seit 2014 unterstützt sie das staatliche Institut Supérieur de l'Information et de la Communication (ISIC) bei der Modernisierung des Curriculums für die Studiengänge Journalismus und Kommunikation. Trainings und Beratungen haben die Schwerpunkte Medienpraxis in der Lehre, Didaktik und Methodik sowie Strategieentwicklung für das ISIC. Im Herbst 2015 organisierte die DW Akademie gemeinsam mit dem ISIC eine internationale Hochschulkonferenz zum Thema "Journalistik in der arabischen Welt". 

Mittelgeber: Auswärtige Amt

Ländermanager: Bernd Rößle

Einsatzort: Agadir, Casablanca, Rabat, Tanger

Partner vor Ort: ISIC

Schwerpunkte: Journalismusausbildung / Curriculaentwicklung, Professionalität im Journalismus, Capacity Building

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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