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Lateinamerika

DW Akademie in Guatemala

 Guatemala ist in Lateinamerika eines der Länder mit den schärfsten sozialen Unterschieden: Armut ist besonders auf dem Land und unter der indigenen Bevölkerung weit verbreitet. Sie zählt ebenso wie Rassismus, hohe Kriminalität, Straflosigkeit und eingeschränkter Zugang zu Bildung und Informationen zu den zentralen Entwicklungshemmnissen in Guatemala. Die in der Verfassung verankerte Pressefreiheit sowie das guatemaltekische Informationsfreiheitsgesetz spiegeln sich nicht in der journalistischen Praxis wider. Einzelne Großunternehmer finanzieren den Medienmarkt im Land - insofern ist er eher an den politischen und wirtschaftlichen Interessen der Medieneigentümer als an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet. All diese Probleme behindern die Einhaltung der Menschenrechte und schaffen Zugangsbarrieren zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten. Davon betroffen sind vor allem Menschen mit indigenem Hintergrund, Frauen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Jahr 2015 war aber in Guatemala historisch: Massenproteste erschütterten das Land, der ehemalige Präsident wurde wegen schwerer Korruptionsvorwürfe zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Überall im Land entstanden neue Initiativen, die jetzt von Politik und Verwaltung Informationen einfordern.

Unser Engagement

Die DW Akademie gibt auf diese gesellschaftliche Zeitenwende eine Antwort. Wir unterstützen diejenigen, die das Land verändern – im Kampf gegen Korruption, für mehr Transparenz in Politik und Verwaltung. Wir helfen mutigen Bürgerinitiativen, die Informationen von der Politik einfordern und begleiten Veränderungsprozesse in der Verwaltung. Dabei ist das Länderprogramm Guatemala richtungsweisend, weil es den Menschenrechtsansatz der DW Akademie konsequent umsetzt. Im Mittelpunkt stehen nicht mehr Medien und Journalisten, sondern die Zivilgesellschaft. Der Zugang zu Informationen ist unser "Kompass" – auch beim wichtigen Thema Vergangenheitsaufarbeitung. Noch immer herrscht Schweigen über die Verbrechen des Bürgerkriegs, der der Blutigste in ganz Lateinamerika war. Die DW Akademie hat hier mit ihrer besonderen Kompetenz als deutsche Organisation neue Wege eröffnet. Beim Thema Vergangenheitsaufarbeitung bringen wir digitale Welt und journalistische Erfahrung beispielhaft zusammen. Das Ergebnis ist ein in ganz Lateinamerika einzigartiges Vorzeigeprojekt, das international aufmerksam beobachtet wird. Die mit Unterstützung der DW Akademie entstandene "Karte der Erinnerung" dokumentiert Orte, die an die Opfer des Krieges erinnern. Journalisten und Studierende im ganzen Land helfen jetzt mit, damit dieses digitale Projekt wächst und neue gesellschaftliche Diskussionen auslöst.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanager: David Olmos

Einsatzorte: Guatemala-Stadt, Huehuetenango, Sayaxché

Partner vor Ort: Universität Rafael Landívar, Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica (IGER), Congreso Transparente, Archivo Histórico de la Policía Nacional (AHPN), Centro de Reporteros Informativos sobre Guatemala (CERIGUA), Centro para la Acción Legal en Derechos Humanos (CALDH), Comunicares, Plaza Pública, Puente Belice, Radialistas Apasionad@s

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, partizipative Medienangebote, Journalismusausbildung, Curriculaentwicklung, konfliktsensible Berichterstattung, Sicherheit von Medienschaffenden, Aufarbeitung der Vergangenheit

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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