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Afrika

DW Akademie in Ghana

Ghana belegt aktuell Platz 22 auf der Rangliste der Pressefreiheit der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen - noch vor Großbritannien, Spanien und Frankreich. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird in Ghana nur selten von staatlichen Instanzen eingeschränkt. Seit der Abschaffung des Straftatbestands der Verleumdung im Jahr 2001 ist die strafrechtliche Verfolgung von Journalisten eine Seltenheit. Dennoch müssen Journalisten durchaus mit Zivilklagen rechnen, wenn sie über Fälle von Korruption oder Machtmissbrauch bereichten. Auch nimmt die Polizei immer wieder Journalisten wegen vermeintlicher Beleidigung des Präsidenten fest. Sehr schwierig ist für Bürgerschaft und Medien der Zugang zu Informationen öffentlicher Stellen. Die Informationsfreiheit ist zwar in der Verfassung verankert, es gibt jedoch noch kein Gesetz, das den Zugang der Bevölkerung zu Informationen rechtlich genauer regelt. In der Praxis fordern viele Journalisten dieses Recht auch nicht entschieden genug ein und beschränken sich beispielsweise auf die Wiedergabe von Meinungen bestimmter Parteien. Eine der Ursachen dafür liegt in der schwachen wirtschaftlichen Position vieler Medien und einem weit verbreiteten System von "Bezahljournalismus" (Journalist/innen erhalten üblicherweise Umschläge mit Geldbeträgen bei Pressekonferenzen). Ein weiterer Grund ist die in der Regel praxisferne Ausbildung der ghanaischen Journalistinnen und Journalisten.

Unser Engagement
Die DW Akademie unterstützt ein Netzwerk von Bürgerradios im ländlichen Raum und qualifiziert Korrespondentinnen und Korrespondenten großer Privatradios. Dies soll dazu beitragen, dass die Landbevölkerung sich besser informieren und stärker am gesellschaftlichen Dialog teilhaben kann. Außerdem setzt sich die DW Akademie dafür ein, dass der Zugang zu Informationen von Behörden für Bürgerschaft und Medien leichter wird. In einzelnen Distrikten sollen alle Beteiligten gestärkt werden, damit sie das Verfassungsrecht vorbildlich umsetzen können. Auch wird die Suche nach Alternativen zum praktizierten "Bezahljournalismus" angeregt. Zudem setzt sich die DW Akademie in Kooperation mit dem Ghana Institute of Journalism (GIJ) für eine praxisnähere Ausbildung von Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ein. Das bestehende Campusradio wird nach und nach zu einer multimedialen Lehrredaktion ausgebaut, die jungen Medienmachern eine praxisnahe und qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglicht.


Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Beate Weides

Einsatzorte: Accra, Ada, Wa, Twifo Praso, Tema, Kumasi

Partner vor Ort: Ghana Community Radio Network (GCRN), Joy FM, Media Foundation for West Africa als aktives Mitglied der Coalition on the Right to Information (RTI Coalition), Ghana Institute of Journalism, Support for Decentralisation Reforms, Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Ghana, Distrikt-Verwaltungen von Twifo/Atti-Morkwa und Tema

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, politische und rechtliche Rahmenbedingungen, Qualifizierung, Mediengesetze/Medienrecht, Informationsfreiheit/Zugang zu Informationen von öffentlichen Stellen, zivilgesellschaftliche Lobby für Meinungsfreiheit, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, (lokale) partizipative Medienangebote und Bürgermedien, Journalismusausbildung/Curriculaentwicklung, Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, Professionalität und Netzwerke im Journalismus

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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