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Europa/Zentralasien

DW Akademie in Georgien

Georgien verfügt über eine vielfältige Medienlandschaft und die liberalsten Mediengesetze der gesamten Region Südkaukasus - direkte staatliche Zensur findet hier so gut wie gar nicht statt, allerdings wächst der politische Druck im Vorfeld der für Oktober 2016 angesetzten Parlamentswahlen massiv an. Die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung leidet darunter, dass sich die georgischen Journalisten oftmals nicht als neutrale Beobachter, sondern als Teil der politischen Auseinandersetzung zwischen Regierungskoalition und oppositionellen Parteien begreifen. Die privaten Medien spiegeln in den meisten Fällen die politische Orientierung ihrer Eigentümer, von denen sie finanziell und politisch abhängig sind. Anstelle objektiver Berichterstattung rücken dabei oftmals Lobbyismus und Selbstzensur in den Vordergrund. Die Nachrichten und Programme des öffentlich-rechtlichen Senders "Georgian Public Broadcaster" (GPB) hingegen gelten zwar als objektiv, gehen jedoch nur unzureichend auf die Belange der Bevölkerung ein. Georgiens Medienlandschaft steht also weiterhin vor großen Herausforderungen, die sich seit Unterzeichnung des EU-Assoziierungsabkommens im Juni 2014 noch verstärkt haben. Hierbei verpflichtete sich die georgische Regierung zur Einhaltung europäischer Standards in der Medienfreiheit wie auch im Medienrecht - für deren Durchsetzung es jedoch bei Journalisten, Medien- und Rechtsexperten noch weitgehend an Kompetenz und Erfahrung fehlt.

Unser Engagement
Der zentrale Fokus der DW Akademie in Georgien liegt auf der Entwicklung eines nachhaltigen, verbindlichen Medienrechts. Durch die neu eingeführten EU-Gesetze im Jahr 2014 gestaltet sich die Rechtslage vieler Medien als unklar. Die DW Akademie organisiert daher in mehreren Projekten eine Vernetzung zwischen Juristen und Journalisten – und zwar Akademikern wie Praktikern - aus Georgien, Deutschland und weiteren EU-Staaten. Im Rahmen solcher Netzwerk-Veranstaltungen gelang es der DW Akademie, selbst hart konkurrierende Sender zusammenzubringen, um gemeinsam eine Stellungnahme zu den Problemen der georgischen Medien von der Regierung einzufordern. Neben ihrem Schwerpunkt zu "rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen" verfolgt die DW Akademie in Georgien auch die Professionalisierung von Dozenten und Journalisten (zum Beispiel durch Trainings im Bereich Rechtsberichterstattung oder zum Umgang mit Sozialen Medien). Außerdem bemüht sich die DW Akademie in Kooperation mit den südkaukasischen Presseräten, die Journalisten und Bevölkerung der Region für das Thema Hasssprache gegen Minderheiten zu sensibilisieren.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Petra Raschkewitz

Einsatzorte: Tiflis, Batumi, Kutaissi, Marneuli, Telavi

Partner vor Ort: Ivane Javakhishvili Tbilisi State University, The Georgian Charter for Journalistic Ethics, Transparency International Georgia, Georgian Association of Regional Broadcasters, Media and Communication Educational Research Center, Media Development Foundation

Schwerpunkte: Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, Mediengesetze/Medienrecht, Zivilgesellschaftliche Lobby für Meinungsfreiheit, Medienselbstregulierung, Journalismusausbildung/Curriculaentwicklung, Professionalität und Netzwerke im Journalismus

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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