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Lateinamerika

DW Akademie in Ecuador

Die Medienlandschaft in Ecuador spaltet sich in zwei Lager: das der privaten, regierungskritischen und das der staatlichen Medien, die in ihrer Berichterstattung hauptsächlich die Meinung der Regierung vertreten. Aufgrund dieser starken Polarisierung hat die Bevölkerung nur geringes Vertrauen in die Medien, Journalisten werden häufig als korrupt wahrgenommen. In den vergangenen Jahren haben sich staatliche Organe zunehmend Kontrolle über die Medien verschafft, indem ein neues Kommunikationsgesetz verabschiedet und eine neue Medienaufsichtsbehörde gegründet wurde. Reportern drohen hohe Geldstrafen, wenn sie in den Augen der Medienaufsichtsbehörde nicht über die Aktivitäten der Regierung berichten oder Politiker scharf kritisieren. Zudem konzentrieren sich die Medienangebote auf die beiden Großstädte Quito und Guayaquil - in ländlichen Gebieten wie der Amazonasregion hat die Bevölkerung kaum Zugang zu Informationen. Das neue Gesetz schreibt außerdem vor, dass alle Medien mindestens einen professionellen Journalisten mit akademischem Abschluss beschäftigen müssen, was viele Bürgerradios vor große Herausforderungen stellt.

Unser Engagement
Schwerpunkte ist die Stärkung des Community Medien-Sektors und die Förderung eines Dialogs zwischen staatlichen und privaten Medien. Das Radionetzwerk CORAPE und die darin zusammengeschlossenen Community Medien werden von der DW Akademie hinsichtlich ihrer Programmstrategie beraten. Dabei werden zum einen alternative Geschäftsmodellen entwickelt, um eine finanzielle Unabhängigkeit von staatlichen Mitteln zu erreichen; zum anderen wird der innovative Umgang mit Social Media trainiert, damit vorrangig auch junge Menschen von den Sendern erreicht und zur Partizipation ermutigt werden. CORAPE wird dabei unterstützt, sich als Kompetenzzentrum für Community Medien in Ecuador zu etablieren. Zur Überwindung der polarisierten Medienlandschaft unterstützt die DW Akademie den Think Tank FLACSO bei der Durchführung von Fachkonferenzen und Diskussionsforen über die Rolle von privaten, öffentlichen und Bürgermedien in einer pluralen Gesellschaft.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Mirjam Gehrke

Einsatzorte: Quito, Otavalo, Cuenca, Riobamba

Partner vor Ort: Coordinadora de Radios Populares del Ecuador (CORAPE), Escuelas Radiofónicas Populares del Ecuador (ERPE), Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales (FLACSO), Radio Católica de Cuenca, Radio Ilumán, Radio Runakunapak, Radio La Vorz de Guamote, Radio Alfaro

Schwerpunkte: Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Gesellschaftliche Teilhabe, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, partizipative Medienangebote und Bürgermedien, Netzwerke im Journalismus

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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