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Europa/Zentralasien

DW Akademie in der Ukraine

Noch bis Anfang September 2015 tobte ein harter Informationskrieg zwischen der Ukraine und Russland, der Polarisierungen, gezielte Falschinformationen, Selbstzensur und Apathie in der ukrainischen Medienwelt und Gesellschaft schürte. In jüngster Zeit wandte sich die russische Propaganda von der Ukraine ab und dem syrischen Bürgerkrieg zu, die Folgen des Konflikts wirken jedoch in der ukrainischen Medienlandschaft nach: In der Rangliste von Reporter ohne Grenzen sank die Ukraine 2015 angesichts anhaltender Selbstzensur und Meinungsmache um zwei weitere Plätze auf Rang 129 ab. Die ukrainische Medienlandschaft wird in erster Linie durch das Leitmedium Fernsehen geprägt, das 86 Prozent der Bevölkerung als Hauptinformationsquelle heranzieht. Auch Printmedien besitzen eine hohe Verbreitung, besonders bei älteren Zielgruppen und in ländlichen Gebieten. Die größten TV-Sender und Printmedien befinden sich jedoch fast gänzlich in den Händen privater Eigentümer und werden für deren wirtschaftliche und politische Interessen instrumentalisiert. Die Bürger leiden somit gleichzeitig unter Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Oligarchenmedien wie auch unter der in Kriegszeiten entwickelten Selbstzensur vieler ukrainischer Journalisten. Die eigentlichen Anliegen der Bevölkerung werden in den Medien hingegen nur selten berücksichtigt. In der Folge haben bereits viele Bürger ihr Vertrauen in die Medien verloren. Doch die bereits begonnene Reformierung des staatlichen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der fortan unabhängige, bürgernahe und moderne Inhalte landesweit ausstrahlen soll, wird als Fortschritt auf dem Weg zu Informationsfreiheit und Demokratisierung angesehen.

Unser Engagement
Um Meinungsvielfalt und ausgewogene Berichterstattung zu stärken, berät und unterstützt die DW Akademie den neu gegründeten öffentlich-rechtlichen Rundfunk (NSTU), der aus den ehemaligen Staatssendern entsteht. Zur Stärkung unabhängiger Medien unterstützt die DW Akademie den Aufbau einer E-School, die berufsbegleitende Weiterbildung für Journalisten und Medienmanager aus den Regionen ermöglicht. Zudem trainiert die DW Akademie landesweit Bürgerjournalist, insbesondere in Hinsicht auf mobilen Journalismus.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Auswärtiges Amt (AA)

Ländermanager: Dr. Kyryl Savin

Einsatzorte: Kiew, Lwiw, Charkiw, Odessa, Mariupol

Partner vor Ort: Independent Association of Broadcasters (IAB), Independent Regional Press Publishers of Ukraine (AIRPU), Internews Ukraina, IZOLYATSIA, Nakipelo TV, National Television and Radio Company of Ukraine (NPTRCU), Odessa Impact Hub, Telekrytyka, Ukrainian Association of Press Publishers (UAPP), Ukrainian Television and Radio (UTR), Ukrainian Catholic University (UCU)

Schwerpunkte: Qualifizierung, Gesellschaftliche Teilhabe, (lokale) partizipative Medienangebote und Bürgermedien Journalismusausbildung/ Curriculaentwicklung, Konflikt und Medien/konfliktsensible Berichterstattung, Professionalität und Netzwerke im Journalismus

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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