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Europa/Zentralasien

DW Akademie in der Republik Moldau

Seit dem Antritt der pro-europäischen Koalition 2009 hatte sich die Lage der Medienfreiheit in der Republik Moldau zunächst verbessert. Dennoch kann die Bevölkerung ihr Recht auf freien Zugang zu Information nur eingeschränkt wahrnehmen. Die Ukraine-Krise und die damit verbundenen Spannungen zwischen Russland und der Europäischen Union sowie eine massive Wirtschafts- und Regierungskrise in Moldau spiegelten sich durch eine zunehmende Polarisierung der Medien wider: Es wird von einem regelrechten „Krieg der Information“ gesprochen. Russische Medien üben großen Einfluss aus, nicht allein auf die Bevölkerung der separatistischen Region Transnistrien, sondern auch auf die Bevölkerung anderer russischsprachiger Provinzen in der Republik Moldau. Die wichtigsten nationalen Sender sind sowohl wirtschaftlich als auch politisch abhängig von ihren teils russisch-, teils westlich-orientierten Eigentümern, was sich insbesondere in einer unkritischen und einseitigen Berichterstattung zeigt. Diese trifft vor allem die Bevölkerung in abgelegenen Regionen und pro-russischen Gebieten, mittelbar aber auch die gesamte moldauische Öffentlichkeit.

Unser Engagement
Das Engagement der DW Akademie konzentrierte sich bis Ende 2014 in der Republik Moldau vornehmlich auf die Transformation des Staatssenders Teleradio-Moldova (TRM) zu einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Da die meisten privaten Medien als Sprachrohr ihrer Eigentümer dienen, kommt dem staatlichen Programm eine wichtige Rolle zu. Zudem engagierte sich die DW Akademie für konfliktsensiblen Journalismus zwischen Medienschaffenden der Republik Moldau und dem abtrünnigen Landesteil Transnistrien. Seit 2015 liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Bereich Media and Information Literacy sowie Qualifizierung des journalistischen sowie pädagogischen Nachwuchses. Studierende und Lehrkörper der regionalen Universitäten Moldaus sollen hierbei praktische Unterrichtseinheiten zum kritischen Umgang mit Medien und Propaganda entwickeln, die hiernach in Schulprojekten praktisch umgesetzt werden.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),

Ländermanagerin: Bettina Ruigies

Einsatzorte: Chişinǎu, Bǎlţi, Comrat

Schwerpunkte: Qualifizierung, Medienselbstregulierung und journalistische Ethik, Media and Information Literacy/Medienkompetenz, Journalismusausbildung/Curriculaentwicklung, Konflikt und Medien/konfliktsensible Berichterstattung

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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