DW Akademie in Bolivien | Lateinamerika | DW | 24.05.2018
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Lateinamerika

DW Akademie in Bolivien

Gesellschaftliche Teilhabe und Qualifizierung stehen im Mittelpunkt der Arbeit der DW Akademie in Bolivien, zum Beispiel durch eine duale Ausbildung für Journalisten.

Die Medienlandschaft in Bolivien ist stark polarisiert und teilt sich tendenziell in zwei politische Lager: das der regierungstreuen und das der regierungskritischen Medien. Unabhängige, faire und ausgewogene Berichterstattung, auf deren Basis sich die Bevölkerung beispielsweise bei Wahlen eine Meinung bilden kann, gibt es kaum.

Unser Engagement
Schwerpunkt der Arbeit der DW Akademie in Bolivien sind unsere Bemühungen um eine stärkere Teilhabe der Bevölkerung, insbesondere vernachlässigter städtischer Randgebiete, an den gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen.  Unerlässlich ist dafür die Schaffung von Räumen, die es den Bürgern ermöglichen, sich aktiv am öffentlichen Diskurs zu beteiligen und ihre Meinung zu äußern.

Gemeinsam mit der Stiftung UNIR Bolivia und mit Unterstützung des Radionetzwerks Aruskipawi (was auf Aymara „Dialog“ bedeutet) fördert die DW Akademie solche Räume des Dialogs in der Stadt El Alto. Gemeinsam wird eine Reihe öffentlicher Dialogveranstaltungen zu verschiedenen Themen durchgeführt, die von traditionell benachteiligten Gruppen wie Frauen oder Jugendlichen als relevant erachtet werden. Die Journalistinnen und Journalisten des Radionetzwerks Aruskipawi spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle: Sie sind Mediatoren in einer polarisierten Gesellschaft, indem sie die sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und den  Austausch fördern.

Im Vorfeld hatten die Journalistinnen und Journalisten der lokalen und Community Radios des Netzwerks einen intensiven Fortbildungsprozess durchlaufen, den die DW Akademie gemeinsam mit der Stiftung UNIR durchführte. So war Aruskipawi gerüstet, um die Dialogveranstaltungen in El Alto zu organisieren, für die immer jeweils eine Radiostation des Netzwerks verantwortlich zeichnete.

Gleichzeitig widmet sich die DW Akademie der Schaffung nachhaltiger Strukturen für die berufliche Bildung von Medienschaffenden in Bolivien. Mit dem Programm ProPeriodismo, durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit beratender Unterstützung durch die DW Akademie, sollen in der Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten in Bolivien internationale Standards etabliert werden. Nachwuchsjournalisten erhalten durch eine duale Ausbildung – die erste dieser Art in Lateinamerika – eine professionelle Berufsvorbereitung.

Zusammen mit der GIZ und dem lokalen Partner Fundación para el Periodismo (Stiftung für den Journalismus, FPP) wurde der Studiengang Duale Journalistenausbildung aufgebaut, eine praxisorientierte Ausbildung für Journalisten von Community Medien. Zudem unterstützt die DW Akademie zusammen mit dem Centro de Producción Radiofónica (Zentrum für Radioproduktion, CEPRA) das innovative Programm VirDual, das es lokalen Journalisten ermöglicht, sich online neue Kompetenzen im Bereich Radio anzueignen.

 

Mittelgeber: Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Ländermanager: David Olmos

Einsatzorte: La Paz, Cochabamba, El Alto

Partner vor Ort: Deutsche Geselschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Fundación UNIR Bolivia, Red de Radios Aruskipawi, Fundación para el Periodismo (FPP),  Centro de Producción Radiofónica (CEPRA).

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, Zivilgesellschaftliche Lobby für Meinungsfreiheit, Medienkompetenz, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, partizipative Medienangebote, Dual Journalismusausbildung, Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Qualifizierung.

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