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Nahost/Nordafrika

DW Akademie im Libanon

Die libanesische Mediengesetzgebung gilt als relativ liberal, besonders im Vergleich zu den Nachbarländern. Die Medienlandschaft spiegelt die gesellschaftliche Fraktionierung in zahlreiche Gruppen unterschiedlicher ethnischer oder religiöser Herkunft. Medien sind meist Sprachrohr eines politischen und konfessionellen Führers oder einer Partei, sie werden nicht selten für diskriminierende Botschaften und Propaganda missbraucht. Damit heizen sie interkonfessionelle und politische Spannungen weiter an. Dagegen sind die rund eine Million syrischen Flüchtlinge, die in den kleinen Staat geflohen sind, medial kaum vertreten. Im Schatten des Syrien-Konflikts kommt es immer wieder zu Drohungen und Gewalt gegen Journalisten. In den sozialen Netzwerken dominiert eine aggressive Sprache. Cybermobbing und Propaganda im Netz sind die Schattenseiten der globalen Kommunikation - ein idealer Nährboden für reale Gewalt. Extremistische Kommentare finden hier einen Raum, der weitgehend frei von wirksamen Kontrollen sozialer Interaktion ist. Aber auch eine starke Zivilgesellschaft nutzt Blogs und soziale Netzwerke, um sich Gehör zu verschaffen. Freedom House bezeichnet das Mediensystem im Libanon als teilweise frei (2015).

Unser Engagement
Die DW Akademie schafft im Libanon Raum für Dialog zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen, vor allem mit Flüchtlingen und Jugendlichen. Gemeinsam mit den lokalen Partnern Basmeh & Zeitooneh und Maharat Foundation unterstützt die DW Akademie den Aufbau einer Community-Plattform im Flüchtlingslager Shatila: Bürgerjournalisten werden ausgebildet, lokale Trainer qualifiziert. In einer regionalen Komponente unterstützt die DW Akademie die Maharat Foundation dabei, Fachtagungen für Medienmacher aus arabischen Ländern und Trainings mit Journalisten zu organisieren. Gemeinsam werden Standards für sensible Berichterstattung über Flucht und Migration entwickelt und angewandt. In einem zweiten Projekt stärkt die DW Akademie Media and Information Literacy im Libanon. Zusammen mit der Jesus and Mary School, der Jugend-NRO Permanent Peace Movement und der Media and Digital Literacy Academy of Beirut (MBDLAB) werden Jugendliche in die Lage versetzt, De-Radikalisierungsprozesse über soziale Netzwerke und Medien zu unterstützen.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Europäische Union

Ländermanager: Sandra van Edig, Jens-Uwe Rahe

Einsatzorte: Beirut, Bekaa, Mount Lebanon, Nord-Libanon

Partner vor Ort: Basmeh & Zeitooneh, Maharat Foundation, Jesus and Mary School, Permanent Peace Movement, Media and Digital Literacy Academy of Beirut (MBDLAB) der Lebanese American University

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, Zugang zu Informationen, Capacity Building, Professionalisierung, Media and Information Literacy

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