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Filme

DVD-Tipp: Goldhelm

Französisches Kino vom Feinsten: Jacques Beckers Gangsterballade aus den frühen 50er Jahren mit Simone Signoret in einer Glanzrolle.

In Deutschland verlieh man dem Film "Goldhelm" von Regisseur Jacques Becker den etwas schlüpfrig klingenden Titel "Die Sünderin von Paris". Das sollte wohl die Masssen ins Kino locken. Doch "Goldhelm" hat rein gar nichts zu tun mit den oft spießig wirkenden deutschen Filmen der Zeit, die verschämt nackte Busen und Frauenbeine ins Bild rückten.

Beckers poetische Gangsterballade ist vor allem eines: ein Fest der Schauspieler - neben der Signoret vor allem der ewig verknittert wirkende Partner des weiblichen Stars: Serge Reggiani - und ein wunderschön inszeniertes Melodrama zwischen Liebe, Tragödie und Fatalismus. Becker war das Bindeglied zwischen dem alten, klassischen französischen Kino der Vorkriegszeit und dem Aufbruch zu neuen Ufern der Nouvelle Vague. Er war einer der ganz wenigen einheimischen Filmemacher, die von den kritischen Bilderstürmern um Francois Truffaut und Jean-Luc Godard aktzeptiert wurden. Truffaut schrieb damals: "'Casque d'or' ("Goldhelm'), manchmal komisch und manchmal tragisch, beweist (...), dass man mit raffinierten Veränderungen im Tonregister über die Parodie hinausgelangen und so eine pittoreske und blutige Vergangenheit betrachten und sie zärtlich und unerbittlich vergegenwärtigen kann."

Jacques Becker: "Goldhelm", Frankreich 1951, 98 Minuten, als DVD und BluRay beim Anbieter "Studiocanl" erschienen.

Symbolbild Film Festival roter Teppich

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