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Aktuell Amerika

Dutzende Tote bei Schießerei in Mexiko

In Mexiko sind bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und bewaffneten Zivilisten mindestens 43 Menschen getötet worden. Schauplatz war ein Gebiet, das seit Monaten von einem Drogenkartell unsicher gemacht wird.

Polizeieinsatz in der Nähe des Hinterhaltes (Foto: /AFP/Getty Images)

Polizeieinsatz in der Nähe des Hinterhaltes

Zu den bewaffneten Auseinandersetzungen kam es nach Angaben von Regierungsvertretern, als ein Polizeikonvoi auf einer Landstraße im Grenzgebiet zwischen den Bundesstaaten Michoacán und Jalisco aus dem Hinterhalt angegriffen wurde. Die Gefechte in der Gemeinde Tanhuato im Westen des Landes seien dann eskaliert. Die Hintergründe waren zunächst unklar. 42 bewaffnete Zivilisten und ein Bundespolizist seien Opfer der Zusammenstöße geworden, sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Weitere Einzelheiten zu den Vorfällen nannte er nicht. Der Gouverneur des Bundesstaates Michoacán, Salvador Jara, sagte einem örtlichen Radiosender, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Drogenkartell "Jalisco Nueva Generación" hinter der Tat stecke.

Bürgerwehr gegen Tempelritter

In der Region herrscht seit Jahren ein Drogenkrieg mächtiger Banden. Im angrenzenden Bundesstaat Jalisco kämpft das Drogenkartell "Jalisco Nueva Generación" (Neue Generation) gegen die Polizei. Die Bande trat 2011 erstmals in Erscheinung und ist laut mexikanischen und US-Behörden mittlerweile eines der mächtigsten Verbrechersyndikate des Landes.

Tanhuato liegt nahe der Stadt Yurécuaro, wo in der vergangenen Woche ein linksgerichteter Kandidat für das Bürgermeisteramt während einer Wahlkampfveranstaltung erschossen wurde. Der Mann war früher führendes Mitglied einer der Bürgerwehren gewesen, die Landwirte in Michoacán im Jahr 2013 gegründet hatten, um das Drogenkartell der Tempelritter zu vertreiben. Dieses gilt nach der Festnahme zweier Anführer als geschwächt.

Seit dem Jahr 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst. Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto im Dezember 2012 wurden mehrere Drogenbosse getötet oder festgenommen.

qu/nin (rtr, afp, APE)