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Philippinen

Duterte will autonome muslimische Region

Der philippinische Staatschef Duterte will an der Schaffung einer muslimischen Autonomieregion im Süden des Inselstaates festhalten - trotz gewaltsamer Ausschreitungen. "Jahrhunderte von Hass" müssten beendet werden.

Philippinen Präsident Rodrigo Duterte (picture-alliance/dpa/B. Marque)

Präsident Rodrigo Duterte zeigt im Malacanang-Palast in Manila eine Friedensgeste in Form des Victory-Zeichens

Er sei für den neuen Gesetzesentwurf, der die Schaffung der autonomen Region Bangsamoro in Mindanao vorsieht, sagte Rodrigo Duterte. Dies sei ein wichtiger Schritt, um "Jahrhunderte von Hass, Misstrauen und Ungerechtigkeit zu beenden, die das Leben von Millionen Philippinos gekostet oder beeinträchtigt haben", so der Präsident.

Die Pläne für die autonome Region gehen auf ein Friedensabkommen aus dem Jahr 2014 zurück. Die Vereinbarung hatte Dutertes Amtsvorgänger mit den Rebellen der Moro Islamistischen Befreiungsfront (MILF) geschlossen. Demnach hätte die Gründung Bangsamoros ursprünglich bis Ende 2016 umgesetzt werden sollen. Der Entwurf wurde um die Standpunkte anderer Rebellen und indigener christlicher Gruppen ergänzt.

600 Tote in acht Wochen

Seit Ende Mai liefern sich Streitkräfte der Regierung und islamistische Rebellen Gefechte um die Großstadt Marawi auf der Insel Mindanao. Dabei wurden bisher knapp 600 Menschen getötet. Das von Duterte Ende Mai verhängte Kriegsrecht über die Region läuft am 21. Juli aus. Am Samstag will der Staatschef in einer Sondersitzung des Parlaments über eine Verlängerung debattieren.

Auf Mindanao besteht bereits seit 1996 eine autonome Region. Allerdings kritisieren muslimische Gruppen, dass diese stark von der Zentralregierung abhängig und daher nicht wirklich autonom sei.

hk/djo (dpa, afp)

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