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Philippinen

Duterte beendet Friedensgespräche mit Rebellen

Vor fünf Monaten hatten beide Seiten Verhandlungen aufgenommen, um den seit Jahrzehnten dauernden blutigen Konflikt zu beenden. Doch nun droht Präsident Duterte den maoistischen Aufständischen mit einem "langen Krieg".

Philippinen Präsident Rodrigo Duterte (Reuters/Malacanang Photo)

Rodrigo Duterte erklärt die Waffenruhe für beendet

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Friedensgespräche mit den kommunistischen Rebellen für beendet erklärt. Er habe die Armee angewiesen, sich "auf einen langen Krieg vorzubereiten", teilte der Staatschef mit. Frieden mit den maoistischen Rebellen werde es in der derzeitigen Generation nicht mehr geben.

Maoistische Verhandlungsführer werden wieder inhaftiert

Beide Seiten hatten sich im vergangenen August auf eine Waffenruhe verständigt. Die informelle Vereinbarung wurde weitgehend eingehalten, während im Ausland Verhandlungen über einen Frieden zwischen den verfeindeten Parteien liefen.

Jetzt allerdings wies Duterte die Delegation der Regierung an, aus der italienischen Hauptstadt Rom zurückzukehren. Er habe kein weiteres Interesse an Gesprächen, betonte er. Duterte ergänzte, die Anführer der Aufständischen, die für die Zeit der Verhandlungen aus dem Gefängnis freigekommen waren, würden nun wieder inhaftiert.

Rebellen sprechen von Verrat 

Der philippinische Präsident reagiert damit auf die Aufkündigung der Waffenruhe durch die maoistischen Rebellen vor einigen Tagen. Sie warfen Duterte und seinen Ministern Verrat und Menschenrechtsverletzungen vor.

Die Neue Volksarmee (NPA), der bewaffnete Arm der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), hatte Ende der 1960er Jahre einen Aufstand gegen die Regierung in Manila begonnen. Seither wurden in dem bewaffneten Konflikt mehr als 40.000 Menschen getötet. Die Rebellen verfügen derzeit laut Armee noch über 4000 Kämpfer. In den 1980er Jahren sollen es bis zu 26.000 gewesen sein.

se/qu (rtr, afp)

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