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Bundesliga

Dusel-Sieg für Bremen

Werder Bremen gewinnt zum Auftakt des 22. Spieltags gegen den VfL Wolfsburg. In einer verrückten Partie zeigen die "Wölfe" ihr wohl bestes Spiel, gehen am Ende aber leer aus. Serge Gnabry avanciert zum Mann des Spiels.

Eine gute Portion Glück und zwei Tore von Serge Gnabry haben Werder Bremen im Kampf um den Klassenerhalt aufatmen lassen. Die Hanseaten gewannen den norddeutschen Bundesliga-Abstiegsgipfel beim VfL Wolfsburg sehr schmeichelhaft mit 2:1 (2:1) und zogen so nach Punkten mit den enttäuschten Platzherren gleich. Serge Gnabry schockte die Wolfsburger mit einem Doppelschlag (10. Minute/18.), für den VfL konnte Borja Mayoral per Abstauber (19.) nur noch verkürzen. 

"Diese Niederlage tut extrem weh. Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht, aber sich dafür nicht mit Punkten belohnt", sagte Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael nach der Niederlage. Bei seinem Bremer Kollegen war die Laune dagegen besser: "Wir haben leidenschaftlich gefightet gegen einen sehr, sehr starken Gegner. Wir hatten das Quäntchen Glück, das uns vorher nicht hold war. Wir wissen, dass es noch ein weiter Weg sein wird. Man muss anerkennen, dass wir sehr viel Glück gehabt haben", so Werder-Coach Alexander Nouri.

Gnabry trifft doppelt

Vor ausverkaufter Kulisse begannen beide Teams offensiv und drängten früh auf die Führung. Nach nur zehn Minuten war es dann soweit: Gnabry traf von der Strafraumgrenze zum 1:0. Sein Schuss wurde unhaltbar von Ricardo Rodriguez abgefälscht. Die Wölfe zeigten sich aber nur kurz geschockt. Das Team von Trainer Valerien Ismael spielte konzentriert weiter, verpasste es aber zwingende Torchancen herauszuspielen. Anders die Bremer, die nach knapp 20 Minuten sogar das 2:0 erzielen konnten. Wieder war es Gnabry, der aus kurzer Distanz technisch fein einnetzen konnte. Angefeuert von den Wolfsburger Fans spielten die Gastgeber weiter konzentriert und belohnten sich nur 102 Sekunden später mit dem Anschlusstreffer. Mayoral, der für Mario Gomez spielte, traf nach einer Ecke zum verdienten 1:2.

Bundesliga VfL Wolfsburg v Werder Bremen (Getty Images/Bongarts/M. Rose)

Serge Gnabry (2.v.l.) erzielt das erste Tor des Abends - sein Schuss wird unhaltbar abgefälscht

Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf, vor allem weil der VfL enorm viel Druck machte und unbedingt den Ausgleich erzielen wollte. Gleich zweimal musste Bremens Schlussmann Felix Wiedwald in letzter Sekunde klären. Zunächst parierte er einen Kopfball von Yunus Malli, danach einen Schuss von Jakub Blaszczykowski. Wolfsburg erspielte sich eine Chance nach der anderen, hatte aber nicht das nötige Glück beim Abschluss. So trafen erst Didavi, dann Mayoral nur den Pfosten. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff scheiterte Rodriguez aus kurzer Distanz.

Immer wieder Wolfsburg

Im zweiten Durchgang das gleich Bild: Die Hausherren machten Druck und drängten energisch auf den Ausgleich. Einzig Wiedwald hielt die, zu diesem Zeitpunkt mehr als glückliche Bremer Führung fest. Nicht der Bremer Torwart, sondern Ludovic Sane verhinderte nach gut einer Stunde das Tor der Gastgeber. Nach einer tollen Aktion von Malli, der über rechts in den Strafraum gezogen war, klärte der Bremer Verteidiger Mallis Schuss zur Ecke. Ismael wechselte und nahm Didavi vom Feld, für ihn kam Gomez in die Partie. Der erhoffte Effekt der Einwechslung blieb aber zunächst aus. Eine Viertelstunde vor Schluss legte der eingewechselte Stürmer dann aber mit dem Kopf für Malli auf, doch der jagte den Ball aus rund zwölf Metern drüber. Auch in der Schlussphase versuchten es die Wolfsburger wieder und wieder - doch ein weiteres Tor gelang ihnen nicht. Auch, weil Gomez in der Nachspielzeit kläglich scheiterte (90.+3).

Neben dem Doppeltorschützen Gnabry verdiente sich bei den Bremern Torhüter Wiedwald mit mehreren sehenswerten Paraden eine gute Note. Mayoral und der ungemein agile Ricardo Rodriguez waren die stärksten Akteure in den Reihen der Wolfsburger.

Alle Einzelheiten zur unterhaltsamen Partie finden Sie hier:

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