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Fränkisch

Durch den Dialektdschungel

Für Nordlichter klingen alle fränkischen Dialekte wie Bairisch. Doch die Franken hören da viele feine Unterschiede: Oben klingt die Sprache anders als unten und in der Mitte sprechen die Menschen noch mal ganz anders.

"In ganns Unnerfrangn gibt's wahrscheinds dausende Dialegde, gwasi in jeden Ort enn". So steht es im Asterix-Band "Die Fråche der Ehre" auf mainfränkisch. Leicht vorstellbar, dass an die 1000 Varianten zusammenkommen, wenn man alle Teile Frankens zusammen nimmt.

Die alte Mainbrücke in Würzburg im Morgengrauen

Dialekte ohne Grenzen
Der Dialekt richtet sich nicht nach den administrativen Grenzen der Regierungsbezirke. So lappt in der Gegend von Nürnberg das Bayerische in das Fränkische hinein, weiter nördlich das Thüringische. Im Südwesten macht das Schwäbische seinen Einfluss geltend und im Nordwesten sprechen manche schon Hessisch.

Weich und verwandelt
Gemeinsam haben die Franken das, was die Sprachwissenschaftler "binnendeutsche Konsonantenschwächung" nennen. P, t und k werden zu b, d und g weichgeschmolzen. So wird aus dem Opel der Obel und aus dem Politiker der Bollidiger. Um Verwechslungen vorzubeugen, wird das b als "weiches b", das p als "hartes b" bezeichnet. Ebenso gibt es ein "weiches d" (d) und ein "hartes d" (t).

Würzburger Türme im Nebel

Und dann gibt's da noch das verwandelte g. So heißt es in Franken eben nicht Würzburg sondern Wörzburch. Eine Besonderheit ist auch die Mischung aus a und o, die wie ein nordischer Nasal klingt, wie zum Beispiel in Bånåne.

Kartoffeln mal anders
Ein- und dieselbe Sache kann je nach Region ganz verschiedene Bezeichnungen tragen. Deutlich wird das bei den Namen für Deutschlands Sättigungsbeilage Nummer Eins. Da reicht Frankens Spektrum von Erdapfel über Erdbirne bis hin zur Grundbirne, die auch schon mal eine Grundbeere sein kann.

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