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Sport

Dumoulin König der Pyrenäen

Der Niederländer Tom Dumoulin gewinnt die schwierigste Tour-de-France-Etappe in den Pyrenäen, während in der Gesamtwertung ein Brite weiter in Gelb fährt. Einer der Mitfavoriten muss die Segel streichen.

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Niederländischer Sieg auf der Königsetappe

Am Ende war es nur noch ein Kampf. Ein Kampf gegen die steile Steigung hinauf nach Andorra Arcalis, ein Kampf gegen die Hagelkörner, die vom Himmer herab prasselten. Aber Tom Dumoulin konnte dennoch lächeln. Sein Sieg auf der 9. Etappe der 103. Tour de France, auf der Königsetappe der Pyrenäen, ist einer der größten seiner Karriere. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin so K.o.", sagte der Niederländer im Ziel, "ich bin überglücklich".

Der 25-Jährige vom deutschen Team Giant-Alpecin setzte sich nach 184,5 Kilometern und fünf Pässen zwischen Vielha e Mijaran in Spanien und der Bergankunft in Andorra Arcalis aus einer Fluchtgruppe heraus durch und feierte seinen ersten Tour-Etappensieg. Auch für Giant-Alpecin war es der erste Tageserfolg bei der Frankreichrundfahrt. Hinter Dumoulin erreichten Rui Costa aus Portugal und der Pole Rafal Majka das Ziel.

Tour de France 2016 9. Etappe Chris Froome im Regen

Unwirtliche Bedingungen - zum Glück erst am Schlussanstieg für Froome (r.) , Richie Porte (l.) und Quintana (M.)

Froome ungefährdet

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden blieb derweil beim Briten Christopher Froome, der in einer Verfolgergruppe mit gut sechs Minuten Rückstand ankam. An seiner Seite der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar), der in der Gesamtwertung weiter 23 Sekunden hinter Froome auf Platz vier liegt. Dazwischen rangieren der Brite Adam Yates vom Team Orica-BikeExchange und der Ire Daniel Martin (Etixx-Quick Step).

Mitfavorit Alberto Contador stieg nach rund 100 Kilometern aus. Nach Angaben seines Sportlichen Leiters vom Team Tinkoff hatte Contador am Morgen über leichtes Fieber geklagt. Ohnehin hatte er schon am Samstag das Tempo der Besten nicht mithalten können, zudem war er von Anfang an geschwächt nach zwei Stürzen auf den ersten beiden Etappen.

Tour de France 2016 9. Etappe Alberto Contador steigt aus

Aus der Traum: Alberto Contador steigt nach 100 Kilometern entkräftet in den Teamwagen

Für Contador, der seinen insgesamt dritten Tour-Triumph angestrebt hatte, ist der Ausstieg ein weiterer bitterer Rückschlag. Schon 2014 hatte er nach einem schweren Sturz die Große Schleife vorzeitig beenden müssen. Im Vorjahr war Contador nach seinem Gesamtsieg beim Giro nicht in Top-Form.

Am Ruhetag am Montag können die Fahrer erstmals durchatmen. In Andorra stehen Massagen, lockere Ausfahrten, aber auch Medientermine auf dem Programm. Die zehnte Etappe führt am Dienstag über 197 Kilometer von Escaldes-Engordany in Andorra zurück nach Frankreich in den Zielort Revel.

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