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Wintersport

DSV-Staffel in Ruhpolding auf Rang drei

Der Heim-Weltcup ist für die deutschen Biathleten immer etwas Besonderes, entsprechend hoch sind die Erwartungen. Im Staffelrennen zum Auftakt läuft das DSV-Quartett hinterher, erreicht aber noch das Podest.

Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding ihren ersten Staffelsieg seit fast zwei Jahren verpasst. Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp liefen am Mittwoch hinter Weltmeister Norwegen und Olympiasieger Russland auf Rang drei. Das deutsche Quartett leistete sich eine Strafrunde durch Lesser sowie insgesamt neun Nachlader und hatte nach den 4 x 7,5 Kilometern 23,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Nachdem Lesser als 15. schon 50 Sekunden zurücklag, holten seine Teamkollegen Stück für Stück auf und sicherten immerhin noch den Podestplatz. "Ich bin dermaßen enttäuscht von meinem Schießen", sagte Lesser in der ARD. Peiffer ergänzte: "Wir können allgemein mit der Leistung am Schießstand nicht zufrieden sein."

Zuletzt hatten die deutschen Männer bei ihrem WM-Sieg im März 2015 in Kontiolahti gewonnen. Der letzte Erfolg in Ruhpolding datiert vom 12. Januar 2006.

Erwartungen nicht erfüllt

Die Hoffnung auf ein Ende der Durststrecke war vor dem ersten abgefeuerten Schuss groß, immerhin trat das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit den besten Athleten und in sehr guter Verfassung an. Alle deutschen Skijäger hatten in der Vorwoche beim Weltcup in Oberhof mindestens ein Top-6-Ergebnis verbucht, Peiffer und Lesser stürmten ebenso auf das Podest wie Schempp, der zum Abschluss im Massenstart seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte.

Der Biathlet Emil Hegle Svendsen aus Norwegen (l.) läuft aus dem Schießstand, während Erik Lesser aus Deutschland (r.) beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding bei der 4 x 7,5 Kilometer-Staffel der Herren nachladen muss (Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Der Norweger Emil Hegle Svendsen läuft aus dem Schießstand, während Erik Lesser (r.) nachladen muss

Doch vor allem Lesser konnte nicht an diese Leistung anknüpfen. Nach einer ersten fehlerfreien Einlage und der Übernahme der Spitzenposition halfen dem 28-Jährigen bei seinem Stehendschießen selbst drei Extrapatronen nicht, um die fünf Scheiben abzuräumen. Die Strafrunde und 49,9 Sekunden Rückstand bei der Übergabe auf Doll waren die Folge.

Der kam bei seiner Wackeldisziplin gerade so um eine Strafrunde herum, mit seiner hervorragenden Laufform machte Doll seine drei Nachlader in der Loipe jedoch wieder wett und schickte Peiffer 44,6 Sekunden hinter den Führenden ins Rennen.

Doch auch bei Peiffer setzte sich die wechselhafte Leistung am Schießstand fort: Als die deutschen Fans nach den ersten fünf Treffern noch auf eine Aufholjagd hofften, musste der 29-Jährige stehend zweimal nachladen. 30,9 Sekunden Rückstand waren dann auch für Schempp zu viel, der seinen letzten Schuss daneben setzte und so endgültig aus dem Kampf um den Sieg raus war.

ck/asz (dpa, sid)

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