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Sport

DSV-Adler stürzen ab, Kraft siegt

Die Vierschanzentournee beginnt für die deutschen Skispringer nicht mit Erfolgen. Bei dichtem Schneefall bleiben Severin Freund und Richard Freitag hinter den Erwartungen zurück.

63. Vierschanzentournee 2014 Severin Freund schaut enttäuscht (Foto: dpa)

Deutschlands Bester, Severin Freund, kann es nicht glauben: Der Tournee-Start ist verpatzt

Die deutschen Hoffnungen auf einen Gesamterfolg bei der Internationalen Vierschanzentournee haben schon beim Auftaktspringen in Oberstdorf einen herben Dämpfer erhalten. Als bester deutscher Skispringer belegte Severin Freund am Ende nur den 13. Platz. Der Skiflug-Weltmeister sprang 126 und 124,5 Meter weit - und damit viel zu kurz, um bei der Vergabe der Podestplätze ein Wort mitreden zu können. Freunds Rückstand auf Tagessieger Stefan Kraft aus Österreich, der mit 136,5 und 129 Metern vor seinem Landsmann Michael Hayböck und dem Slowenen Peter Prevc siegte, beträgt bereits knapp 37 Punkte. Der zweite deutsche Aspirant auf den Tourneesieg, Richard Freitag, kam mit 124,5 und 125 Metern nur auf Rang 15. Die anderen deutschen Starter, Marinus Kraus, Stephan Leyhe, Michael Neumayer und Daniel Wenig, sammelten zumindest Weltcup-Punkte.

63. Vierschanzentournee 2014 Sturz Simon Ammann (Foto: dpa)

Simon Ammann kann sich nach der Landung nicht auf den Skiern halten

"Das ist eine Katastrophe", meinte anschließend der deutsche Bundestrainer Werner Schuster im Interview mit dem Fernsehsender ARD. "Ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass unsere beiden Top-Leute so schlecht springen können." Einen Tag nachdem das erste Springen der Tournee

wegen schlechten Wetters verschoben

worden war, verfolgte Schuster das schwache Abschneiden seiner Schützlinge im dichten Schneetreiben von Oberstdorf und bekam dabei mit, dass einige andere Springer mit den schwierigen Bedingungen noch schlechter zurechtkamen als die Deutschen. Der Schweizer Simon Ammann stürzte kurz nach der Landung sogar, weil er zu viel Vorlage hatte und ihn der viele Neuschnee im Aufsprunghügel stoppte. Der mehrfache Olympiasieger fiel aufs Gesicht, blieb dabei aber glücklicherweise unverletzt. Dennoch musste er seinen Traum, seine erfolgreiche Karriere endlich mit dem Sieg bei der Vierschanzentournee zu krönen, schon nach dem ersten Sprung begraben.

Bundestrainer Schuster ließ dem enttäuschenden Ergebnis seines Teams eine kleine Kampfansage folgen: "In Garmisch müssen wir das Ding drehen. Das geht so nicht!" Garmisch-Partenkirchen ist am Neujahrstag die zweite Station der Vierschanzentournee, die in diesem Winter zum 63. Mal stattfindet. Die Qualifikation zum traditionellen Neujahrsspringen auf der Olympiaschanze am Gudiberg findet am Mittwochnachmittag statt. Nach Garmisch folgen noch die Stationen Innsbruck und Bischofshofen.

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