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Aktuell Amerika

Druck auf Polizei in Charlotte wächst

In der Stadt in North Carolina dauern die Proteste nach tödlichen Schüssen auf einen Schwarzen trotz Ausgangssperre an. Dabei wird die Forderung nach einer Veröffentlichung des Tatvideos immer lauter.

Nach den Worten von Polizeichef Kerr Putney wird der Fall nun nicht mehr nur von der Polizei, sondern von unabhängigen staatlichen Stellen untersucht. Dazu gehöre auch die Frage, ob und wann die Videoaufnahmen von den tödlichen Schüssen auf Keith Lamont Scott in Charlotte veröffentlich werden, die vermutlich von der Körperkamera eines Polizisten aufgenommen wurde. Angehörige konnten das Video am Donnerstag sehen. Dies habe "mehr Fragen als Antworten" ausgelöst, erklärten Anwälte der Familie.

Bürgermeisterin Jennifer Roberts sagte, sie glaube, dass das Video veröffentlicht werden sollte. Die Frage ist nur, wann. Ein früher Zeitpunkt könne die Ermittlungen gefährden. Ähnlich äußerte sich Polizeichef Putney. Ziel solle sein, das Video letztlich zu veröffentlichen.

Video von Frau des Getöteten in Charlotte aufgetaucht

Stunden nach den Schüssen ist ein Handy-Video der Frau des Getöteten aufgetaucht. Ein Fernsehsender veröffentlichte die Sekunden, die dem Tod Keith Lamont Scotts vorausgehen. Der genaue Hergang ist aber nicht zu erkennen. Die Kamera nähert sich aus größerer Entfernung, die Frau spricht mit Polizisten und ihrem Mann. Dann fallen Schüsse, ein Mann liegt am Boden.

In Charlotte gibt es seit Tagen Proteste gegen Polizeigewalt, die auch gewalttätig eskalieren. Nachts herrscht eine Ausgangssperre.

Tatverdächtiger festgenommen

Polizisten hatten Scott auf dem Parkplatz einer Wohnanlage erschossen, sie suchten einen Verdächtigen. Laut Polizei trug der 43-Jährige eine Handfeuerwaffe und stellte eine Bedrohung dar. Laut seiner Familie und Nachbarn trug Scott ein Buch und erwartete den Schulbus, um seinen Sohn abzuholen.

Nach dem Tod eines Demonstranten in Charlotte hat die Polizei inzwischen einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann stehe in dringendem Verdacht, den 26-Jährigen bei den Unruhen in der Nacht zum Donnerstag niedergeschossen zu haben.
hf/fab (dpa, rtr)

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