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Nahost

Druck auf IS in syrisch-irakischer Grenzregion nimmt zu

Irakische Streitkräfte und eine vom Iran unterstützte Militärallianz haben in Syrien und im Irak eine Offensive gegen die Islamistenmiliz "IS" gestartet. Bei den Angriffen in Syrien wurden auch US-Verbündete verletzt.

Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gerät in den ihr verbliebenen Gebieten an der syrisch-irakischen Grenze immer stärker unter Druck. Im Irak starteten die Streitkräfte in der Region einen Vorstoß, um die letzten "IS"-Stellungen im Tal des Euphrats von den Extremisten zurückzuerobern. Der Angriff diene dazu, die Kontrolle an der Grenze zu Syrien auszudehnen, erklärte ein Armeesprecher.

Zugleich teilte eine vom Iran unterstützte Militärallianz mit, im Süden der syrischen Provinz Deir al-Sor hätten die Streitkräfte von Präsident Baschar al-Assad und die russische Luftwaffe ebenfalls eine Offensive begonnen. Der Angriff ziele auf die "IS"-Gebiete bis zur Stadt al-Bukamal an der Grenze zum Irak.

War die russische Luftwaffe beteiligt?

Dabei kamen offenbar auch von den USA unterstützte Aufständische aus der Luft unter Beschuss. Einem Militärvertreter der Rebellen der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF) zufolge wurden sechs Kämpfer bei einem Luftschlag verletzt. Der Angriff gehe entweder auf syrische Regierungstruppen oder die russische Luftwaffe zurück.

Bereits vor einer Woche waren in getrennten Einsätzen von den USA unterstützte Aufständische sowie syrische Regierungstruppen auf die radikal-islamische Miliz vorgerückt. Ziel ist es, den "IS" nördlich und östlich des Euphrats zu vertreiben. Im Irak wurden "IS"-Kämpfer in der Region Akaschat, am Grenzposten Al-Kaim sowie in den Städten Ana und Rawa auf Flugblättern zur Aufgabe aufgefordert.

Ende des Kalifats

Das 2014 von den Extremisten ausgerufene Kalifat im Irak und Syrien ist faktisch im Juli mit der Rückeroberung der irakischen Großstadt Mossul untergegangen. Die Städte in der Grenzregion zu Syrien sowie die nördliche Provinz Hawija sind die letzten noch vom "IS" kontrollierten Zentren im Irak. In Syrien haben Assads Truppen russischen Angaben zufolge mittlerweile wieder 85 Prozent des Staatsgebiets unter ihrer Kontrolle.

cgn/haz (dpa, rtr)