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Wissen & Umwelt

Droht uns die Totalüberwachung durch das Internet der Dinge?

Nicht nur Menschen nutzen das Internet, sondern zunehmend auch vernetzte Alltagsgegenstände. Sie überwachen uns pausenlos. Das wussten Sie nicht? Jetzt schon. So können Sie der Totalüberwachung entgehen.

Was ist das Internet der Dinge?

Fitnessarmband, Smartwatch und elektrische Zahnbürste - das Internet der Dinge ist das Resultat der fortschreitenden Vernetzung und Kommunikation von Objekten über das Internet.

Wer hat das Internet der Dinge erfunden?

Mark Weiser, visionärer Computerwissenschaftler und Tüftler bei Xerox in Palo Alto, Kalifornien, umschrieb 1991 zum ersten Mal die Vision eines "Internets der Dinge" in dem Aufsatz "Computer for the 21st Century". Als Erfinder des Begriffs selbst gilt allerdings Kevin Ashton, Entrepreneur und Technikpionier am Massachusetts Institute of Technology.

Wie groß ist das Internet der Dinge?

Laut einer Prognose des Marktforschungsinstituts Gartner werden bis 2020 knapp 21 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein. Momentan sind es rund 6,4 Milliarden Geräte. Zum Vergleich: Derzeit gibt es 3,4 Milliarden Internetnutzer weltweit. Somit kommunizieren heute bereits mehr Maschinen über das Internet als Menschen. Laut Gartner werden sich dieses Jahr täglich 5,5 Millionen neue Geräte mit dem Internet der Dinge verbinden.

Welche Dinge kommunizieren miteinander?

Das wohl bekannteste Konzept ist das sogenannte Smart Home. Moderne Gebäude, mit Sensoren und Mikrocomputern ausgestattet, kommunizieren selbstständig miteinander und tauschen fortlaufend Daten aus. So ruft die Heizungsanlage aktuelle Wetterdaten über das Internet ab, um die Raumtemperatur anzupassen. Das Auto sucht automatisch nach der nächstgelegen Tankstelle und navigiert uns ans Ziel, wenn das Benzin zur Neige geht. Doch auch Wearables aus dem Fitnessbereich erfassen mittlerweile nicht nur unsere Körperfunktionen am Handgelenk, sondern übertragen die gesammelten Daten direkt an unser Smartphone. Auch die elektrische Zahnbürste erfasst und optimiert nun inzwischen unser Zahnputzverhalten und schickt uns Nachrichten auf das Smartphone, wenn wir einen Putzzyklus versäumt haben.

Was für Daten tauschen die Maschinen untereinander aus?

Das Auto und das Smartphone gleichen anhand der Standortdaten die Verkehrsmeldungen aus dem Internet ab. Liegt auf der aktuellen Route eine Verkehrsstörung, wird dem Fahrer eine Alternative angeboten. Fitnesstracker und Smartwatches sammeln überwiegend Vitalparameter wie Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur und warnen uns, wenn wir an unserer Belastungsgrenze trainieren. Basierend auf den gesammelten Vitalparametern recherchiert der intelligente Kühlschrank im Hintergrund bereits eine gesunde Mahlzeit im Internet und schickt uns den Einkaufszettel auf das Smartphone.

Droht uns die Vollüberwachung durch unsere Smart Helfer?

Die elektronischen Helfer erleichtern uns nicht nur unser Leben, sondern vermessen und dokumentieren unser Verhalten pausenlos. Auf diese wertvollen Daten haben meistens auch die Hersteller der Produkte Zugriff. Somit können sie beispielsweise nicht nur ein detailliertes Bewegungsprofil von uns erstellen, sondern kennen auch unseren Gesundheitszustand und unser Konsumverhalten.

So lässt sich die Totalüberwachung umgehen

Vor der Inbetriebnahme und Nutzung derartiger Techniken sollte man sich immer ausführlich über den Umfang der Datensammlung informieren und sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Daten sammelt mein Gerät?
  • Für welchen Zweck werden diese Daten gesammelt?
  • Wer hat Zugriff auf meine Daten?
  • Was darf der Hersteller mit meinen Daten machen?
  • Werden meine Daten an Dritte weitergegeben?
  • Kann ich das Produkt auch nutzen, ohne Daten mit dem Hersteller auszutauschen?

Je mehr Sie über den Datenfluss wissen, desto besser können Sie ihr persönliches Risiko einordnen und minimieren.

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