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Ostmitteleuropa

Droht die polnisch-deutsche Freundschaft in der Neiße zu ertrinken?

- Neue Auseinandersetzung zwischen polnischen und deutschen Behörden

Warschau, 2.7.2003, NEWSWEEK POLSKA, poln.

Der parteilose Abgeordnete Alfred Owoc aus Zielona Gora (Grünberg), der früher der Partei Allianz der Demokratischen Linken (SLD) angehörte, befürchtet, dass uns die Deutschen den Zugang zur Neiße versperren. Warum? Die Deutschen planen, die Bergwerke für Braunkohle zu überfluten und zwei neue Seen entstehen zu lassen. "Die Neiße ist jedoch ein ganz kleiner Fluss und falls die Deutschen ihr Vorhaben verwirklichen sollten, werden wir lediglich Zugang zu einem kleinen Bach haben" meint der Abgeordnete Alfred Owoc.

Er alarmierte bereits die Regierung und bat, die Interessen des Landes zu verteidigen. Es zeigte sich jedoch, dass sich die polnische Regierung bereits seit zwei Jahren mit dieser Frage an die deutsche Seite wendet und die deutschen Behörden dabei beschuldigt, die europäischen Richtlinien verletzt zu haben.

Der polnische Umweltschutzminister hat seinen deutschen Amtskollegen in Sachsen schon heftig kritisiert, und zwar weil es keine gemeinsamen Gespräche und Konsultationen gibt und auch keine ausreichenden Analysen. Es wurden aber auch keine Regelungen getroffen, um das Wasser der Neiße zwischen Polen und Deutschland entsprechend aufzuteilen.

Polen schlägt den Deutschen Sondertreffen vor und fordert, die Verluste der polnischen Wasserkraftwerke auszugleichen.

Die Deutschen bleiben aber taub auf diese Appelle. Wird infolge dieser Auseinandersetzung auch die Freundschaft zwischen den polnischen und den deutschen Grenzregionen im Wasser der Neiße untergehen? (Sta)

  • Datum 02.07.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3oDC
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