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Aktuell Amerika

Drogenkartelle sponsern Drogenfahnder

Ein Bericht des US-Justizministeriums enthüllt schier Unglaubliches: Amerikanische Drogenfahnder haben Sexpartys mit Prostituierten gefeiert, die von Rauschgift-Kartellen bezahlt wurden.

Sieben Beamte der US-Antidrogenbehörde DEA ("Drug Enforcement Administration") hätten ihre Teilnahme an den Sexpartys gestanden und seien mit Disziplinarstrafen belegt worden, teilte das Justizministerium in Washington mit. Der 138-seitige Bericht des Ministeriums über "unangemessene sexuelle Kontakte" bei Bundespolizeibehörden macht keine genauen Angaben zum Ort der Feiern, laut Medienberichten fanden diese aber in Kolumbien statt. Dort unterhält die DEA ein großes Büro.

Die Agenten hätten vermutlich gewusst, dass die Prostituierten mit Drogenkartell-Geldern bezahlt wurden, heißt es in dem Bericht. Drei Agenten sollen zudem Geld, teure Geschenke und Waffen von Kartellmitgliedern angenommen haben.

Anderer Skandal brachte Ermittlungen ins Rollen

Das US-Justizministerium hatte die Untersuchung nach einem Skandal um Agenten des Secret Service gestartet. Mehrere Personenschützer luden 2012 Prostituierte in ihr Hotel im kolumbianischen Cartagena ein, während sie eigentlich die Teilnahme von Präsident Barack Obama an einem Gipfeltreffen vorbereiten sollten. Die Sexpartys der DEA sollen bereits in den Jahren zuvor stattgefunden haben.

Der Bericht befasst sich mit insgesamt 621 mutmaßlichen Fällen sexuellen Fehlverhaltens und sexueller Belästigung über vier Jahre bei der DEA, der Bundespolizei FBI, dem Amt für Waffenkontrolle ATF sowie der Justizbehörde USMS. Rund ein Fünftel betrifft Beziehungen zwischen Mitarbeitern dieser Behörden. Teils seien die Ermittlungen auch behindert worden.

wa/djo (afp, dpa)

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