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Politik

Drogen-Drama in Dublin

Cate Blanchett spielt die irische Journalistin Veronica Guerin, die den Kampf gegen das Drogen-Kartell Dublins aufnimmt – und mit ihrem Leben bezahlt. Eine wahre Geschichte von Regisseur Joel Schumacher.

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Cate Blanchett ist "die Journalistin"

Dublin, 26. Juni 1996. Mit diesem Tag beginnt der Film über Veronica Guerin, "die Journalistin". Die irische Journalistin Veronica Guerin telefoniert per Autotelefon mit ihrem Mann Graham (Barry Barnes). Sie stoppt an einer Ampel. Neben ihr halten zwei vermummte Motorradfahrer. Die Scheiben zersplittern. Mit sechs Schüssen ermorden die beiden Motorradfahrer die junge Frau.

Der Film beginnt mit dem Ende der zugrunde liegenden Geschichte. Der Regisseur Joel Schumacher ("Nicht auflegen!") konstruiert auf der Grundlage des authentischen Falles der couragierten Journalistin Veronica Guerin einen packenden Polit-Thriller. "Die Journalistin" weist unverhohlen auf die dramatischen Zustände in Dublin Mitte der 1990er Jahre hin. Hintergrund ist das von der Welt wenig beachtete Schreckens-Regime der Drogen-Bosse, die die Stadt und die drogensüchtige Jugend fest im Griff haben. Die gesellschaftliche Machtlosigkeit und den Kampf einer einzelnen Frau gegen dieses Kartell von Brutalität, Macht und Rechtswidrigkeit inszeniert Regisseur Schumacher anhand der letzten zwei Lebensjahre der Veronica Guerin.

Kämpferische Artikel zur Drogenproblematik

Veronica Guerin schreibt für die "Sunday Independent", die größte Zeitung Irlands. In ihren Artikeln greift sie die Probleme Dublins auf: Armut, politische Korruption und mafiose Strukturen des Drogenhandels in der Dubliner Unterwelt. Bei ihren Recherchen stößt Veronica nicht nur auf süchtige Jugendliche, sondern zunehmend auch auf Hintermänner. Sie erhält Einblick in den Drogenkrieg, der unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit in Dublins Hinterhöfen tobt. Und sie nimmt den Kampf auf.

Guerin stößt bei ihren selbstständigen Ermittlungen auf interne Machtkämpfe unter den Drogen-Bossen. Die Machtkämpfe auf der einen Seite und Guerins kämpferische Artikel auf der anderen Seite heizen die ohnehin aggressive Stimmung auf. Schnell wird klar, welchem Risiko die Journalistin sich und ihre Familie aussetzt. Doch mit den Recherchen aufhören und so ihre Gegner gewinnen zu lassen, kommt für Guerin nicht in Frage.

Biographische Verfilmung erfolgversprechend

Cate Blanchett ("Herr der Ringe", "Heaven") spielt mit viel Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen die Rolle der Veronica Guerin, die in Irland regelrecht zu einer Märtyrer-Ikone geworden ist. Für Joel Schumacher war sie die "einzige Wahl für die Veronica" und "sie vollbringt eine Glanzleistung", lobt auch Produzent Jerry Bruckheimer.

Bruckheimer und Schumacher sind nicht die ersten, die mit der Verfilmung einer realen Biographie Erfolg haben. Im Jahr zuvor wurde "A Beautiful Mind" mit drei Oscars ausgezeichnet. Der Film machte anhand des Lebens von Nobelpreisträger John Nash das Publikum auf die Problematik der Schitzophrenie aufmerksam. Ebenso erfolgreich waren in den letzten Jahren "Frida", die Verfilmung der Biographie Frida Kahlos, sowie der Film "Comedian Harmonists".

Schumacher hat es geschafft, aus einer wahren Geschichte einen spannender Polit-Thriller zu inszenieren. Der Film "Die Journalistin" wirkt durch seinen authentischen Hintergrund keinen Moment unglaubwürdig oder übertrieben.

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