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Sport

Drittes Gold für Deutschland

Der deutsche Speerwerfer Matthias de Zordo hat sensationell die Goldmedaille gewonnen. Damit feiert der Deutsche Leichtathletikverband den dritten WM-Titel. Usain Bolt sicherte sich wie erwartet Gold über 200 Meter.

Matthias De Zordo jubelt mit der Deutschlandfahne. (Foto: Daniel Maurer/dapd)

Er schockte die gesamte Weltklasse mit seinem ersten Versuch, denn seine Saisonbestweite von 86,27 Meter übertraf niemand mehr. Matthias de Zordo hat den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 23-Jährige ist sensationell Speerwurf-Weltmeister. "Ich kannte das schon aus meinen Träumen. Es fühlt sich fantastisch an", strahlte der Deutsche, der schon vor seinem letzten Wurf gewonnen hatte. Denn sein ärgster Konkurrent, Titelverteidiger und Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen, hatte gerade seine letzte Chance verpasst, kam insgesamt nur auf 84,78 Meter und wurde Zweiter.

Matthias de Zordo in Aktion (Foto:Matt Dunham/AP/dapd)

Erst werfen, dann jubeln: "Das fühlt sich fantastisch an!"

Dennoch wehrte de Zordo Glückwünsche ab, forderte seine Fans zum Klatschen auf, konzentrierte sich und trat zu seinem letzten Wurf an. "Ich wollte noch mal mit einem freien Gefühl einen raushauen und persönliche Bestleistung werfen", sagte er später. Das klappte nicht, doch es reichte zum vielumjubelten WM-Sieg. "Ich konnte Andreas zwar nicht auf einem hohen Level besiegen, doch es sind Titelkämpfe, da zählt der Titel und nicht die Weite." Bronze holte der Kubaner Guillermo Martinez (84,30). Mark Frank belegte mit 81,81 Meter den achten Platz. Für die Deutschen war es bereits die dritte Goldmedaille.

Bolt wie erwartet Weltmeister

Der Jamaicaner Usain Bolt überquert die Ziellinie (Foto:David J. Phillip/AP/dapd)

Bolt ließ alle hinter sich

Insgesamt standen am achten und vorletzten Wettkampftag sieben Entscheidungen an. Mit Spannung erwartet wurde das Finale im 200-Meter-Rennen der Herren. Nach dem Fehlstart Usain Bolts im 100-Meter-Finale und der damit verbundenen Disqualifikation richteten sich alle Augen auf den Topfavoriten aus Jamaika. Und der gab sich gewohnt cool, wartete dieses Mal den Startschuss ab und ließ daraufhin seine Konkurrenten mühelos stehen: In 19,40 Sekunden sprintete er zu WM-Gold. Silber gewann Walter Dix (USA) in 19,70 Sekunden, Bronze der französische Europameister Christophe Lemaitre (19,80).

Auf der Lang- und Mittelstrecke sind weiterhin die Kenianer das Maß aller Dinge: Mit langen Schritten sicherte sich Asbel Kiprop in 3:35,69 Minuten Gold im 1500-Meter-Lauf vor seinem Landsmann Silas Kiplagat (3:35,92). Es war das sechste Gold für Kenia – so viele Goldmedaillen holte Kenia noch nie bei Weltmeisterschaften. Bronze ging an Matthew Centrowitz (3:36,08) aus den USA.

Tschitscherowa stößt Vlasic vom Thron

Die kroatische Hochspringerin Blanka Vlasic musste sich Anna Tschitscherowa geschlagen geben. Mit 2,03 Meter gewann die Russin und holte das siebte Gold für ihr Land. Vlasic hatte zwar ebenfalls 2,03 Meter geschafft, allerdings brauchte sie zwei Versuche. Bronze ging an die Italienerin Antonietta di Martino mit 2,00 Metern. Die deutsche Top-Hochspringerin Ariane Friedrich hatte ihre WM-Teilnahem verletzt absagen müssen.

Roleder im Halbfinale ausgeschieden

Cindy Roleder läuft über eine Hürde. (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

Rolders Bestzeit reichte nicht

Den Titel über 100 Meter Hürden der Frauen sicherte sich die Australierin Sally Pearson in einer Weltklassezeit von 12,28 Sekunden. Sie kam damit bis auf sieben Hundertstelsekunden an den 23 Jahren alten Weltrekord der Bulgarin Jordanka Donkowa heran. Zweite wurde Danielle Carruthers vor Dawn Harper (beide aus den USA, beide 12,47). Nicht ins Finale geschafft hatte es Cindy Roleder. Im Halbfinale stellte die 22-Jährige mit 12,91 Sekunden zwar ihre persönliche Bestzeit ein, wurde aber nur Fünfte ihres Laufes.

Staffel-Gold über die 4x400 Meter gewannen die USA. Sanya Richards-Ross, Allyson Felix, Jessica Beard und Francena McCorory setzten sich in der Weltjahresbestzeit von 3:18,09 Minuten vor Jamaika und Russland durch. Damit ging bereits die zehnte Goldmedaille an die in Daegu führende WM-Nation USA.

Bakulin macht russischen Geher-Hattrick perfekt

Zum Auftakt des vorletzten Wettkampftages hatte der Russe Sergej Bakulin in 3:41:24 Stunden Gold im Gehen über 50 Kilometer gewonnen. Auch Silber ging an Russland: Zweiter wurde Denis Nischegorodow (3:42:45) vor dem Australier Jared Tallent (3:43:36). Für Bakulin, der im vergangenen Jahr EM-Bronze gewonnen hatte, war es der größte Triumph der Karriere. Auch die Geh-Distanzen über 20 Kilometer der Männer und Frauen waren zuvor an Russland gegangen.

Autorin: Olivia Fritz (mit sid, dpa)
Redaktion: Andreas Sten-Ziemons