1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Dresden schafft Aufstieg in die 2. Liga

Dynamo Dresden kehrt nach zwei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Der Spitzenreiter der 3. Liga krönt damit eine perfekte Saison. Eine ganze Region darf nun feiern.

Dynamo Dresden ist zurück in der 2. Fußball-Bundesliga: 706 Tage nach dem Sturz in die Drittklassigkeit hat der achtmalige DDR-Meister den sich seit Wochen abzeichnenden Aufstieg perfekt gemacht. Der Spitzenreiter der 3. Liga erkämpfte sich am Samstag im brisanten Ost-Duell beim 1. FC Magdeburg nach 0:2-Rückstand ein 2:2 (0:1) und profitierte zugleich davon, dass der VfL Osnabrück Punkte liegen ließ. Mit 68 Zählern haben die Dresdner vier Spieltage vor Saisonende mindestens den zweiten Platz und damit den Aufstieg sicher.

Vor rund 22.000 Zuschauern egalisierten Pascal Testroet (63. Minute) und Justin Eilers (67.) mit seinem 20. Saisontreffer die Magdeburger Führung durch Michel Niemeyer (41.) und Manuel Farrona Pulido (59.). Der VfL Osnabrück erlebte dagegen einen Rückschlag im Kampf um Platz drei und die Aufstiegsrelegation. Die Niedersachsen spielten 1:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 II und rutschten auf den fünften Platz ab.

Vor dem Magdeburger Stadion hatte es Rangeleien zwischen den Fußballfans und Polizisten gegeben. Zudem wurden Zäune beschädigt. 700 Anhänger von Dynamo waren nach Mitteilung der Polizei wegen "aggressiver Grundstimmung" nicht ins Stadion gelassen worden. Unmittelbar nach dem Treffer der Dresdner zum 2:2 musste die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden, weil Dynamo-Fans Pyrotechnik und Rauchbomben gezündet hatten. Bereits zu Beginn des Spiels hatten Magdeburger Anhänger das Stadion in dichte Rauchschwaden eingehüllt.

Pure Begeisterung

Die Fans von Dynamo Dresden halten ihre Fanschals in die Höhe (Foto: picture-alliance/dpa/S. Kahnert)

Die gelbe Wand der Dresdener: Dynamo feiert

Die Euphorie war schon vor der Begegnung in der ganzen Region spürbar gewesen. Einige Anhänger hatten sogar zwei Tage für Karten für das Magdeburg-Spiel angestanden, 50.000 Tickets hätten die Gastgeber absetzen können. Knapp 10.000 Dresdner Fans feuerten ihre Mannschaft beim Public Viewing im heimischen Stadion an, am Abend sollte dort eine gemeinsame Feier mit der Mannschaft steigen.

Letztendlich war die Begegnung in Magdeburg der Schlusspunkt einer in fast jeglicher Hinsicht überragender Saison der Dresdener. Vor allem dank Trainer Uwe Neuhaus. Von Beginn der Saison an setzte sich sein Team in der Spitzengruppe fest - und stand seit dem dritten Spieltag an der Tabellenspitze. Damit beruhigte sich auch das als schwierig geltende Dresdner Umfeld. Schon seit Monaten war dem Traditionsklub der Aufstieg eigentlich nicht mehr zu nehmen.

ck/sn (sid, dpa)