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Amerika

Dreiergipfel diskutiert über Weltwirtschaft

Die Präsidenten der USA und Mexikos sowie Kanadas Premierminister beraten über Wirtschaftskrise, Drogenkriminalität und Schweinegrippe. Der Nordamerika-Gipfel in Mexiko ist das fünfte Treffen der drei Staaten.

Harper Calderón und Obama in Guadalajara (Foto: dpa)

Im Gespräch: Harper, Calderón und Obama (v.l.n.r.)

Teilnehmer des zweitägigen Gipfeltreffens sind US-Präsident Barack Obama, Mexikos Staatschef Felipe Calderón und Kanadas Regierungschef Stephen Harper. Das Gipfeltreffen in Guadalajara im Westen Mexikos begann am Sonntagabend (09.08.2009).

Drogenhandel: USA räumen Mitverantwortung ein

In einem ersten Gespräch verständigten sich Obama und Calderón auf eine stärkere Zusammenarbeit an ihren Grenzen im Kampf gegen den Drogenhandel. Die intensivere Kooperation solle die Grenze zwischen beiden Ländern "sicherer" machen, erklärten die beiden Präsidenten mit Blick auf die organisierte Kriminalität. Sie solle jedoch auch den Handel zwischen den USA und Mexiko erleichtern.

Drogenmissbrauch in Mexiko (Foto: AP)

Wichtiges Gipfelthema: Der Kampf gegen Drogen

Die US-Regierung kündigte zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen den Drogenschmuggel an. Dies sei auch Aufgabe der Vereinigten Staaten. Obama ermahnte die mexikanische Regierung, beim Kampf gegen den Drogenhandel die Menschenrechte zu achten. Damit reagierte Obama offenbar auf zunehmende Kritik in den USA an der militärischen Drogenabwehr in Mexiko.

Auch Kanada will der mexikanischen Regierung bei deren Vorgehen gegen den Drogenhandel und die organisierte Kriminalität stärker zur Seite stehen. Sein Land werde die Ausbildung mexikanischer Polizisten und andere Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit mit jährlich 15 Millionen Dollar (rund zehn Millionen Euro) unterstützen, teilte Harper kurz nach seiner Ankunft in Mexiko mit.

Gemeinsam gegen die Schweinegrippe

US-Präsident Obama und Mexikos Staatschef Calderón vereinbarten zudem eine stärkere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der weiterhin grassierenden Schweinegrippe und im Bereich des Umweltschutzes. Auch die Einwanderungspolitik steht in Guadalajara auf der Tagesordnung. Die beiden Staatschefs sprachen desweiteren über die Situation von rund sechs Millionen mexikanischen Arbeitern in den USA.

Etwa 400 Menschen demonstrierten zu Beginn des Gipfels am Sonntag in Guadalajara gegen negative Auswirkungen der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA). Auch verlangten die Teilnehmer des Protestmarschs eine Reform des Einwanderungsrechts in den USA. Mehrere Gruppen aus Mexiko, den USA und Kanada kündigten einen alternativen Nordamerika-Gipfel an. (pb/wa/afp/ap/dpa/epd)