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Niger

Drei US-Soldaten bei Angriff im Niger getötet

Im westafrikanischen Niger sind mehrere Soldaten einer internationalen Spezialeinheit getötet worden. Unter ihnen drei US-Amerikaner und ein Truppenangehöriger aus dem Niger. Mehrere Militärs wurden verletzt.

Die Militärpatrouille aus nigrischen und US-amerikanischen Soldaten sei im Südwesten des Landes unter Beschuss geraten, teilte das US-Afrika-Kommando (AFRICOM) an seinem Sitz in Stuttgart mit. Zwei verletzte US-Soldaten würden zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Es ist das erste Mal, dass AFRICOM-Soldaten im Niger getötet wurden.

Die US-Armee unterstützte zur Zeit des Angriffs eine nigrische Einheit bei einem Anti-Terror-Einsatz, wie es hieß. Der Angriff ereignete sich rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Niamey nahe der Grenze zu Mali. Dort sollen unter anderem Kämpfer der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) aktiv sein.

Angriff aus Mali?

Wie der französische Auslandssender Radio France International berichtete, kamen die Angreifer aus Mali und attackierten am Mittwoch zunächst das Dorf Tongo Tongo in Nord-Tillabéri. Die Patrouille sollte die Angreifer dem Bericht zufolge verfolgen, geriet dabei aber selbst in einen Hinterhalt.

Tillabéri gehört zu den Gebieten im Niger, in denen seit März wegen anhaltender Angriffe aus Mali der Ausnahmezustand gilt. Für die Angriffe auf Militärposten und Flüchtlingslager werden Dschihadisten verantwortlich gemacht. Im Juni hatte Nigers Armee eine Offensive gegen die Dschihadisten gestartet.

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seiner Sprecherin Sarah Sanders über den Angriff informiert worden. Die US-Armee unterstützt das Militär des Nigers bei der Ausbildung und leistet Sicherheitsbeistand gegen Extremisten in der Region. Aus dem benachbarten Senegal fliegt die US-Luftwaffe Versorgungsflüge in den Niger und angrenzende Staaten.

cgn/jj (afp, dpa, epd)