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Aktuell Nahost

Drei US-Bürger im Irak verschwunden

Drei US-Amerikaner werden seit drei Tagen in der irakischen Hauptstadt Bagdad vermisst. Möglicherweise wurden sie von schiitischen Milizen entführt. Die US-Botschaft hält sich noch bedeckt.

Irak Luftaufnahme von Bagdad

Luftaufnahme des Tahrir-Platzes in Bagdad

Im Irak sind drei US-Bürger womöglich entführt worden. "Uns liegen Berichte vor, dass drei US-Bürger im Irak vermisst werden", sagte Außenamtssprecher John Kirby in Washington. Auch die US-Botschaft in Bagdad sei informiert. Die US-Behörden arbeiteten intensiv mit den irakischen Behörden zusammen, um die Vermissten wiederzufinden.

Ein irakischer Polizeioffizier, der seinen Namen nicht nennen wollte, sagte, die drei US-Bürger und ihr irakischer Dolmetscher seien südlich von Bagdad entführt worden. Offenbar waren sie auf dem Weg zum Flughafen. Irakische Kräfte seien im Einsatz, um sie zu finden. Nach seinen Informationen sind die Entführer Milizionäre, die Militäruniformen trugen. Auch der Fernsehsender "Al Arabija" spricht von einer Entführung.

Zusammenarbeit mit schiitischen Milizen

Die Regierung in Bagdad setzt auf schiitische Milizen, um die radikalsunnitische Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) zu bekämpfen. Die vom Iran unterstützten Milizen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des IS, der im Sommer 2014 weite Regionen des Irak unter seine Kontrolle gebracht hatte.

Den Milizen werden jedoch Entführungen, Exekutionen und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen. In den vergangen fünf Monaten wurden im Irak dutzende Ausländer entführt, um Lösegeld zu erpressen.

as/se (dpa, afp, rtr, ape)