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Aktuell Amerika

Drei Tote bei Schießerei in US-Frauenklinik

Ist es ein radikaler Abtreibungsgegner oder gibt es ein anderes Motiv? Ein Schütze tötet in Colorado in einer Frauenklinik drei Menschen, neun werden verletzt.

Nach der Festnahme des Mannes durchsuchten Spezialisten die Frauen-Klinik Zimmer für Zimmer - auf der Suche nach möglichen Sprengsätzen und weiteren Opfern.

Der Mann habe mehrere Gegenstände mit sich gebracht, und es sei noch nicht genau klar, worum es sich handele, sagte Polizeisprecherin Catherine Buckley. Der Vorfall begann nach ihren Angaben kurz vor 12 Uhr vormittags (Ortszeit) in einem Einkaufszentrum in Colorado Springs.

Abtreibungskliniken wiederholt Ziel von Angriffen

Zu dem Komplex gehören eine Reihe von Läden, Banken und eine Einrichtung von Planned Parenthood. Diese Organisation bietet Frauen medizinische Betreuung an und führt auch Schwangerschaftsabbrüche durch. Das hat sie in der Vergangenheit zum Ziel gewalttätiger Angriffe gemacht.

Zudem gab es politischen Widerstand. Die Republikaner im US-Kongress versuchten mehrfach, der gemeinnützigen Organisation die staatlichen Zuschüsse zu streichen.

Der Bewaffnete hatte sich im US-Staat Colorado stundenlang in der Abtreibungsklinik von Planned Parenthood verschanzt. Unter den drei Toten sind zwei Zivilisten, außerdem wurde ein Polizeibeamter getötet.

Auch nach der Festnahme des Täters steht nicht fest, ob Planned Parenthood tatsächlich sein Ziel war. Polizeisprecherin Buckley zufolge ging aber der erste Alarmanruf vom Klinik-Teil aus. Einige Menschen seien möglicherweise beschossen worden, als sie aus der Einrichtung über einen Parkplatz flohen. Der Täter sei mit einer "langen Waffe" ausgestattet gewesen. Medien spekulierten, es könne sich um ein Sturmgewehr handeln.

Zahlreiche nahe gelegene Läden wurden abgeriegelt, Personal und Kunden aufgerufen, sich möglichst in fensterlosen Räumen in Sicherheit zu bringen. Viele von ihnen mussten in den Geschäften ausharren, bis der Schütze gefasst war.

haz/pab (dpa, afp, rtr)

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