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Aktuell Amerika

Drei Tote bei Schüssen auf jüdische Einrichtungen in den USA

Tragödie am Vorabend des Pessach-Festes: Im US-Bundesstaat Kansas hat ein älterer Mann in zwei jüdischen Einrichtungen das Feuer eröffnet. Drei Menschen starben. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs John Douglass eröffnete der Mann zunächst auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums in Overland Park das Feuer. Zwei Menschen in einem Auto seien getroffen worden. Ein Opfer sei auf der Stelle tot gewesen, das zweite kurz nach der Tat im Krankenhaus gestorben.

Zwei weitere Menschen, auf die er gezielt habe, seien unverletzt geblieben. Die Toten beschrieb Douglass lediglich als männlich. Der Zeitung "Kansas City Star" zufolge handelt es sich um einen Teenager und dessen Großvater. Zur Zeit der Schießerei hielten sich zahlreiche Schüler zu einem Tanzwettbewerb in dem Gemeindezentrum auf.

Motiv ist noch unklar

Nach dem ersten Vorfall fuhr der Schütze dem Polizeichef zufolge zu einem jüdischen Seniorenheim im nahe gelegenen Lealand und erschoss dort eine Frau. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er die Opfer gekannt habe, sagte Douglass.

Die Ermittlungen seien noch in einem sehr frühen Stadium, hieß es auf einer Pressekonferenz. Demnach ist der mutmaßliche Schütze ein älterer Mann in den Siebzigern, der anscheinend nicht aus der Gegend stamme. Sein Motiv ist noch unklar.

Antisemitische Bemerkungen bei der Festnahme

Wie der lokale Fernsehsender KSHB berichtete, wurde der Mann an einer Grundschule festgenommen. Er rief demnach "Heil Hitler", als er von den Beamten abgeführt wurde. Nach einem Bericht des "Kansas City Star" soll er antisemitische Bemerkungen gemacht und gelächelt haben.

Auf seiner Internetseite bestätigte das Gemeindezentrum, dass sich dort eine Schießerei ereignet habe. Das Zentrum bleibt den Angaben zufolge bis einschließlich Montag geschlossen, alle geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. "In Gedanken sind wir bei den Familien, die an diesem tragischen Tag einen Verlust erlitten haben", hieß es in einer Erklärung.

Am Montag beginnt das jüdische Pessach-Fest, mit dem die Juden des Auszugs des israelischen Volkes aus Ägypten gedenken.

gri/nis (dpa, afp)