Drei Tote bei Anschlag im muslimischen Süden Thailands | Aktuell Asien | DW | 22.01.2018
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Thailand

Drei Tote bei Anschlag im muslimischen Süden Thailands

Es gab große Hoffnungen auf eine Beruhigung in der von Muslimen dominierten Region Thailands - war doch im vergangenen Jahr die Zahl der Gewalttaten signifikant gesunken. Der Anschlag in Yala macht dem nun ein Ende.

Nach mehreren Monaten der Ruhe hat abermals ein Bombenanschlag den Süden Thailands erschüttert: Bei der Explosion auf einem Markt in der Stadt Yala seien drei Menschen getötet und mindestens 22 verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Bombe sei im Benzintank eines Motorrades versteckt gewesen, das vor einem Marktstand für Schweinefleisch abgestellt worden sei.

Die Polizei stufte das Attentat als "ernsthaft" ein. In Yala hatte es seit zwei Jahren keinen Anschlag mehr gegeben. Der gesamte muslimische Süden Thailands, wo es regelmäßig solche Attentate gibt, war in den vorangegangenen Monaten vergleichsweise ruhig geblieben, die Zahl der Anschlagsopfer war 2017 so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr.

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Vermutet wird, dass muslimische Aufständische für die Gewalttat verantwortlich sind. Der an Malaysia grenzende Süden Thailands ist Schauplatz eines blutigen Aufstands muslimischer Rebellen, bei dem seit 2004 bereits 7000 Menschen getötet wurden. Die muslimische Region steht erst seit rund hundert Jahren unter Kontrolle des buddhistischen Königreichs Thailand. Kritiker betrachten Thailands Herrschaft dort als Besatzung und wehren sich dagegen.

sti/bri (afp, dpa)