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Europa

Drei Tote bei Amoklauf in belgischer Kindertagesstätte

Ein Amokläufer hat in einer Kindertagesstätte im ostflämischen Dendermonde ein Blutbad angerichtet. Der 20jährige Attentäter erstach zwei Kinder und eine Erwachsene.

Polizei sperrt den Ort des Verbrechens ab

Polizei sperrt den Ort des Verbrechens ab

Karte Map Dendermonde Belgien

Belgien unter Schock: Ein womöglich psychisch gestörter Messerstecher drang am Freitagmorgen (23.1.2009) in der Kleinstadt Dendermonde in die Kindertagesstätte ein, tötete zwei Kleinkinder und eine Betreuerin.

Ein Kind und die Kindergärtnerin waren sofort tot. Ein Baby sei im Krankenhaus seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. 10 weitere Kinder und zwei Betreuerinnen seien schwer verletzt.

"Überall ist Blut"

"Überall ist Blut, es ist unglaublich", sagte Theo Janssens. Der stellvertretende Bürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Brüssel traf als einer der ersten am Ort des Verbrechens ein. Der Name der Kinderkrippe steht im traurigen Widerspruch zur grausamen Tat: "Fabelland".

Der möglicherweise psychisch kranke Täter floh auf einem Fahrrad, wurde aber wenig später von einem Großaufgebot der Polizei gefasst. Mehrere Kinder im Alter bis zu drei Jahren schwebten in Lebensgefahr, sagte Staatsanwalt Christian Du Four. Zur Identität des Täters wollte er zunächst keine Angaben machen. Er sei mit schwarzen und weißen Streifen im Gesicht geschminkt gewesen.

Wie Zeugen berichteten, fuhr der etwa 35 bis 40 Jahre alte Mann am Morgen auf einem Fahrrad vor der Kindertagesstätte vor und klingelte. Auf seine Aussage hin, er habe eine Frage, sei ihm dann offensichtlich die Tür geöffnet worden, berichtete der flämische Rundfunksender VRT. In der Krippe befanden sich 18 Kinder und sechs Betreuer.

Geradewegs zu den Babys

Amoklauf in Belgien

Entsetzen in Dendermonde

Der Mann sei geradewegs in den Bereich für Babys gegangen und habe dort mit einem Messer um sich gestochen, berichtete Du Four. Es brach Panik aus. Die Eltern mussten ihre Kinder, die in mehrere Krankenhäuser der Region gebracht wurden, zunächst mit Hilfe von Digitalbildern identifizieren.

Vor der Kindertagesstätte versammelten sich zahlreiche völlig erschütterte Eltern. "Das Entsetzen ist enorm'", sagte Bürgermeister Piet Buyse. "Die Einsatzkräfte sind schockiert." Sie seien in psychologischer Behandlung. Von Polizei und Staatsanwaltschaft gab es zunächst keine Stellungnahme. (kap/sam/sas)

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