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US-Wahl 2016

Drei Punkte, die in der Wahlnacht wichtig sind

Wer wird nächster US-Präsident oder Präsidentin? Die Wahlnacht wird spannend: Es könnte zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Clinton kommen. Hier der Überblick über die wichtigsten Stunden der Nacht.

Ab wann ist mit den ersten Ergebnissen zu rechnen?

Um 1.00 Uhr MEZ schließen die ersten Wahllokale - und zwar in Kentucky, Indiana, Georgia, South Carolina, Vermont und Virginia. Eine halbe Stunde später, um 1.30 Uhr MEZ, ist die Wahl auch in North Carolina und Ohio vorbei. Um 2.00 Uhr MEZ folgen Florida, Pennsylvania, New Hampshire und mehr als zehn andere Staaten.

Ab 3.00 Uhr MEZ wird in Michigan, Wisconsin, Colorado und mehr als zehn anderen Staaten ausgezählt. Im Stundentakt geht es weiter: um 4.00 Uhr MEZ schließen die Wahllokale unter anderem in Utah und um 5.00 Uhr MEZ in Kalifornien und weiteren Staaten. Den Schlusspunkt setzt dann um 6.00 Uhr MEZ Alaska.

Was sind die Schlüsselstaaten, auf die man besonders achten sollte?

Lee M. Miringoff, Direktor des renommierten Marist Institute for Public Opinion in Poughkeepsie, New York, das Umfragen herausgibt:

"Am meisten gespannt bin ich auf die Ergebnisse aus North Carolina und Pennsylvania. Die beiden Staaten gelten als eine Art Brandmauer für Clinton. Wenn es Trump also gelingt, in einem dieser Staaten zu gewinnen - und in North Carolina steht es zurzeit Spitz auf Knopf - dann wird er nicht in so einem tiefen Loch versinken, aus dem er nicht wieder herauskäme. Anders als Clinton muss Trump in Florida und Ohio gewinnen. Sie kann hier verlieren und trotzdem den Einzug ins Weiße Haus schaffen. Wenn Clinton jedoch in Ohio oder Florida gewinnt, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten für Trump aufzuholen. Beide Lager haben immens in den Wahlkampf in Florida investiert, denn für Clinton ist der Bundesstaat die Möglichkeit ihrem Kontrahenten den Knock-out zu verpassen, für Trump ist der Sieg dort Voraussetzung, um den Wahlabend zu überstehen."

Sam Wang, Chef des Princeton-Wahlkonsortiums, einem Blog in dem Forscher aller Disziplinen der Elite-Uni in New Jersey über die US-Wahl schreiben:

"New Hampshire und North Carolina sind gute Frühindikatoren dafür, wer die Wahl wohl gewinnen wird. Falls Hillary Clinton in beiden Staaten gewinnt, hat sie eine gute Ausgangsposition, das ganze Rennen zu gewinnen. Falls Donald Trump in einem oder beiden Staaten vorne liegt, dann sind unsere Prognosen bis dahin obsolet. Das würde auch bedeuten, dass er noch immer eine Chance hat, die ganze Wahl zu gewinnen. Man kann außerdem mit Sicherheit sagen, dass Trump Florida und Ohio holen muss, um ins Weiße Haus einzuziehen."

Was muss man sonst noch über die Wahlnacht wissen?

Nach Schließung der Wahllokale gibt es zunächst nur Prognosen und Hochrechnungen, die sich aus einer Mischung aus Nachwahlumfragen und ersten Auszählungen in kleineren Stimmbezirken ergeben. Wenn es in einzelnen Staaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt, kann es sehr lange dauern, bis das endgültige Ergebnis vorliegt. Gewählt ist der neue US-Präsident damit aber noch immer nicht.

Die Präsidentschaftswahl wird nicht direkt von den Wahlberechtigten entschieden, sondern von dem "Electoral College", dem Wahlmännergremium. Die Zahl der Wahlmänner und -frauen, die ein einzelner Bundesstaat dorthin entsenden darf, basiert auf Daten der letzten Volkszählung. Der größte Staat, Kalifornien, hat 55 Stimmen, der kleinste, Delaware, hat drei. Insgesamt gibt es 538 Wahlmänner und -frauen. Eine Mehrheit von 270 Stimmen ist nötig, um im "Electoral College" die Präsidentschaftswahl zu gewinnen.