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Doping

Drei neue Dopingfälle bei Olympia

Nachtests erweisen sich als effizientes Mittel im Anti-Doping-Kampf: Das IOC hat nach positiven Dopingproben drei Olympia-Medaillengewinner disqualifiziert. Und wieder ist auch ein Olympiasieger betroffen.

usbekischer Ringer Artur Taymazov (Getty Images/P. Gilham)

Der usbekische Freistilringer Artur Taymasow: Zweifacher Olympiasieger in der Klasse bis 120 kg - und ein Doper.

Der Bekannteste des überführten Trios ist der usbekische Freistilringer Artur Taymasow. Der 37-Jährige hatte in Peking in der Klasse bis 120 kg zum zweiten Mal nacheinander Olympiagold gewonnen. In London folgte Gold Nummer drei. Beim Sieg in China wurde Taymasow dank neuer Nachweismethoden nun die Einnahme von Turinabol, Anabolika-Klassiker aus der früheren DDR, und Stanozolol - das Anabolikum erlangte 1988 durch den Fall Ben Johnson traurige Berühmtheit - nachgewiesen. Warum diese vergleichsweise alte und schon lange nachweisbare Substanz in den damaligen Tests nicht gefunden wurde, blieb unklar.

1545 Proben werden nachgetestet

Olympische Ringe als Feuerwerk bei der Eröffnungsfeier in Peking (AP)

Spiele mit Nachgeschmack: Zahlreiche Proben der Peking-Spiele sind inzwischen positiv.

Taymasow wurde das Gold vom IOC wieder aberkannt, er muss seine Medaille ebenso zurückgeben wie sein Ringer-Kollege Wasyl Fedoryschyn. Der 36-Jährige aus der Ukraine hatte in Peking 2008 Silber in der Freistilklasse bis 60 kg gewonnen. In der Probe wurde Turinabol entdeckt, ebenso bei Swetlana Zakurajewa. Die 29 Jahre alte russische Gewichtheberin war 2012 in London in der Klasse bis 63 kg Zweite geworden.

Das IOC untersucht seit mehreren Monaten insgesamt 1545 Proben der Spiele 2008 in Peking und London neu. Dabei kommen Methoden zur Anwendung, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung standen. Die meisten der bislang überführten Athleten stammen aus dem Gewichtheben, der Leichtathletik und dem Ringen.

jw/tk (mit sid, dpa)

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