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Kultur

Drei Liebermann-Gemälde unter Raubkunstverdacht


Vor der geplanten Münchner Auktion von Gemälden des Berliner Künstlers Max Liebermann (1847-1935) hat der Zentralrat der Juden in Deutschland eine erneute Überprüfung der Gemäldeherkunft gefordert. Wenigstens drei Bilder aus der Max-Liebermann-Sammlung der Karg-Stiftung für Hochbegabte stünden unter konkretem Verdacht, dass es sich dabei um von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke aus jüdischem Besitz handele, erklärte die Vizepräsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch.

Darüber hinaus sei auch die Herkunft mindestens eines weiteren Bildes aus der Sammlung zweifelhaft, so dass es sich auch hier um Raubkunst handeln könne. Knobloch empfahl möglichen Käufern, sich die Herkunft der Bilder lückenlos nachweisen zu lassen. Sie befürchtet, dass sich das Auktionshaus Hampel möglicherweise nicht intensiv genug mit der Vorbesitzergeschichte der Gemälde beschäftigt haben könnte.

Das Kunstauktionshaus will die Sammlung von Hans-Georg Karg, des früheren Eigentümers des Warenhaus-Konzerns Hertie, am 22. September versteigern. Er hatte die von ihm 1989 gegründete Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung zum alleinigen Erben eingesetzt. Diese hatte die Gemäldesammlung nun zur Versteigerung eingeliefert. Dabei soll es sich mit 32 Bildern um die größte deutsche Privatsammlung von Liebermann-Gemälden handeln. Liebermann zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

  • Datum 13.09.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7AdG
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