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Nahost

Drei Herausforderer für Ahmadinedschad

Die Verfassungshüter des Iran haben vier Kandidaturen für die Präsidentenwahl im Juni bestätigt. Gegen den derzeitigen Amtsinhaber Ahmadinedschad werden Mohsen Resai, Mir Hossein Mousavi und Mehdi Karubi antreten.

Irans Präsident Ahmadinejad bei einer Pressekonferenz der UN im Juni 2008 (Foto: AP )

Drei Kandidaten treten gegen den derzeitigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an

Der Wächterrat habe die Bewerbungen von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad und des früheren Chefs der Revolutionsgarden, Mohsen Resai, zugelassen, teilte das Innenministerium am Mittwoch (20.05.2009) mit. Außerdem dürften bei der Präsidentenwahl die als gemäßigt geltenden Bewerber, der Ex-Ministerpräsident Mir Hossein Mousavi und der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karubi, antreten.

Insgesamt 450 Bewerber für das Amt

Insgesamt hatten sich 450 Kandidaten gemeldet, unter ihnen auch 42 Frauen. Laut iranischer Verfassung müssen Präsidentschaftskandidaten sowohl einen politischen als auch einen religiösen Hintergrund haben, iranische Staatsbürger sein, die Prinzipien der Islamischen Republik unterstützen sowie der Staatsreligion, dem schiitischen Islam, angehören.

Mirhossein Mussawi bei einer Pressekonferenz im April 2009 (Foto: AP)

Kandidat der Reformer: Mirhossein Mussawi

Bei der zehnten Präsidentenwahl des Landes am 12. Juni 2009 werden neben dem bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad dem als gemäßigt eingestufte Mousavi die besten Chancen eingeräumt. Der früherer Staatschef Mohammed Chatami hatte zugunsten von Mussawi auf seine Kandidatur verzichtet.

Er wolle das iranische Volk "glücklich" machen, schrieb er am 17.03.2009 in einem offenen Brief an Chatami. Die "fundamentalen Werte" mit den Reformmaßnahmen in Einklang zu bringen, sei seine Devise, heißt es in dem Brief weiter. Mussawi stand Khatami bereits während seiner Amtszeit von 1997 bis 2005 als Berater zur Seite.

Mohsen Resai wird von Interpol gesucht

Weniger Aussichten auf einen Wahlgewinn werden von Beobachtern dagegen dem früheren Parlamentspräsidenten Mehdi Karubi eingeräumt. In seinem Wirtschaftsprogramm verspricht Karubi, "alle Iraner“ sozial abzusichern und spricht sich auf der Grundlage der iranischen Staatsordnung für einen neuen innerislamistischen Konsens zwischen rechts- und linksislamistischem Flügel aus. Der Dritte im Bunde der Ahmadinedschad-Herausforderer ist der Ex-Kommandeur der Revolutionsgarden Mohsen Resai. Er sitzt derzeit im einflussreichen Schlichtungsrat und wird von Interpol gesucht, weil er zu den Gründungsvätern der libanesischen Hisbollah-Miliz gehört und in Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen in Argentinien in den 1990er Jahren verwickelt gewesen sein soll. (stg/dh/HF/afp/dpa)

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