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Wirtschaft

Drei Bieter wollen Opel übernehmen

Im Übernahmekampf um den deutschen Autobauer Opel naht eine Entscheidung. Zum Fristende gingen bei der bisherigen Konzernmutter General Motors drei offizielle Angebote ein. Überraschungen in letzter Minute gab es nicht.

Opel-Hinweisschild (Foto: AP)

Wohin führt der Weg? Opel steht vor richtungsweisender Entscheidung

Die drei Interessenten sind diejenigen, die auch in den Tagen vor Ablauf der Frist gehandelt wurden: Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna, der belgische Finanzinvestor RHJ International und der chinesische Autobauer BAIC. Sie alle hätten offizielle Angebote für Opel eingereicht, teilte General Motors Europe am Montagabend (20.07.2009) nach Ablauf der dafür gesetzten Frist mit. Die Angebote würden nun analysiert und verglichen.

GM will Vorentscheidung alleine treffen

Insider wollen erfahren haben, dass GM nun zunächst intern einen Favoriten küren will. Die Politik soll demnach erst ab Mitte der Woche in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Der Konzern kündigte an, die vorläufigen Erkenntnisse der Bundesregierung, den Regierungen anderer betroffener Länder und der EU-Kommission vorzulegen.

Ihr Votum ist neben dem von General Motors maßgeblich, denn sie entscheiden über Bürgschaften für milliardenschwere Kredite, die Opel braucht. Letztlich entscheidet das gleichermaßen von GM und Deutschland besetzte Treuhandgremium über den Verkauf des Autobauers. Die dazu gegründete Gesellschaft hält bis zu einem endgültigen Verkauf 65 Prozent der Anteile an Opel.

Zuletzt hat sich allerdings ein Konflikt zwischen General Motors und der deutschen Politik angedeutet: Während die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Standorten sowie einige Vertreter der Bundesregierung Magna als neuen Opel-Eigner bevorzugen, präferiert GM dem Vernehmen nach den Finanzinvestor RHJ.

Weg frei für schnelle Entscheidung?

Offiziell hat General Motors bekundet, bis Monatsende eine Entscheidung über den Verkauf treffen zu wollen. Aus Verhandlungskreisen wurde allerdings Skepsis über den engen Zeitplan bekundet. Die Entscheidungsfindung könne kompliziert und langwierig werden, warnte ein Insider. (fw/bu/dpa/rtr/afp)

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