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Fußball

Drei Aufstiegsaspiranten auf Augenhöhe

Eintracht Frankfurt kassiert in der 2. Fußball-Bundesliga die erste Saisonpleite, St. Pauli feiert Heimsieg und Düsseldorf darf erst am Montag ran. Das Resultat: Alle drei rangieren in der Tabelle punktgleich ganz oben.

Die Spieler von 1860 München jubeln über das Tor zum 1:0 durch Djordje Rakic (2.v.r.). (Foto: Andreas Gebert dpa/lby)

Die Münchener jubeln über das 1:0 durch Djordje Rakic (2.v.r.)

Im 16. Spiel erwischte es die Frankfurter bei 1860 München, sie verloren mit 1:2 (0:1) und kassierten damit ihre erste Saisonniederlage. Die Eintracht geriet durch einen Blitztreffer von Djordje Rakic nach 12,4 Sekunden auf die Verliererstraße. "Das Tor nach zwölf Sekunden war tödlich für uns", erklärte im Anschluss dann auch Eintracht-Trainer Armin Veh: "Ich habe aber gesagt, dass es ein langer Weg für uns wird und wir auch mal ein Spiel verlieren." Kevin Volland (67.) erzielte das zweite Tor für 1860, der Frankfurter Anschlusstreffer von Teofanis Gekas in der 90. Minute kam zu spät. "Löwen"-Trainer Reiner Maurer bejubelte einen "Sieg der Leidenschaft".

Jubel auf St. Pauli

St. Paulis Fin Bartels (M.) spielt gegen Dresdens Cheikh Gueye (Foto: David Hecker/dapd)

St. Paulis Fin Bartels (M.) spielt gegen Dresdens Cheikh Gueye

Besser als die Eintracht machte es St. Pauli: Die Hamburger besiegten Dynamo Dresden nach 0:1-Rückstand in einem fulminanten Endspurt noch mit 3:1 (0:0) und zogen mit 35 Punkten in der Tabelle mit dem punktgleichen Führungsduo Frankfurt und Düsseldorf gleich. Zwei Zähler zurück auf Position vier lauert Greuther Fürth.

Im Topspiel der 2. Bundesliga kämpfen nun am Montag (28.11.2011) Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth im direkten Duell um die Tabellenführung. "Wir wissen, was wir da vor der Brust haben. Die Fürther funktionieren gut, sind auswärts ungeschlagen", mahnte Fortuna-Coach Norbert Meier vor dem Kräftemessen mit den Franken. Die Düsseldorfer, die ihren gesperrten Toptorjäger Sascha Rösler (9 Treffer) ersetzen müssen, sind im eigenen Stadion seit langem eine Macht. Sieben Siege in sieben Spielen mit 21:7 Toren stehen in dieser Saison zu Buche. "Wir wollen nicht die nächste Mannschaft in der lange Reihe sein, die dort verliert. Unsere Zielsetzung ist es, in Düsseldorf richtig was mitzunehmen", verkündete Fürths Trainer Mike Büskens kämpferisch.

Paderborn hält Anschluss

Paderborns Torschütze zum 0.1, Nick Proschwitz (2.v.r.), jubelt mit seinen Mitspielern über den Treffer. (Foto: Dirk Waidner/dapd)

Paderborns Nick Proschwitz (2.v.r.) freut sich über sein 0:1

Anschluss nach oben hält noch der SC Paderborn (32 Punkte), auch wenn das Überraschungsteam beim FSV Frankfurt nicht über ein 2:2 (1:0) hinausgekommen war. "Wir können sehr gut leben mit dem Punkt", erklärte Trainer Roger Schmidt.

Der VfL Bochum muss wohl keine Gedanken mehr an den Aufstieg verschwenden. Nach zwischenzeitlich zwei Siegen und zarten Gedanken an eine Aufholjagd verlor die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann das zweite Spiel nacheinander. Jetzt gab es ein ernüchterndes, am Ende sogar noch schmeichelhaftes 0:4 (0:2) bei Eintracht Braunschweig."Wir sind heute ziemlich vermöbelt worden", sagte Trainer Bergmann und gestand ein: "Ab der 18. Minute haben wir uns gar nicht mehr richtig erholt. Gegen den Ball haben wir es nicht geschafft, die Aktionen von Braunschweig zu unterbinden."

Rostock kommt unter die Räder

Im Ostduell zwischen Hansa Rostock und Union Berlin hatten die Hauptstädter leichtes Spiel. 5:2 (0:0) gewann Union bei der Rostocker Hansa, die schwere Schlagseite hatte. Dem Spiel der Gastgeber war deutlich anzusehen, dass viele Stammspieler verletzt fehlten.

Der Tabellenletzte FC Ingolstadt holte im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Tomas Oral beim 0:0 in Cottbus den ersten Auswärtspunkt.

Wichtiger Schritt für Aachen

Der Karlsruher Timo Staffeldt (l.) und der Aachener Aimen Demai kämpfen um den Ball. (Foto: Uli Deck dpa/lsw)

Zweikampf: Karlsruhes Staffeldt (l.) und Aachens Demai

Alemannia Aachen feierte mit dem 2:0 (1:0) in Karlsruhe sogar den ersten Auswärtssieg und verließ damit erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder die Abstiegsplätze. "Der 15. Platz ist ganz wichtig für die Köpfe der Spieler. Jetzt müssen wir in unseren zwei Heimspielen nachlegen", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Auf Karlsruher Seite misslang die Heimpremiere des neuen Trainers Jörn Andersen. Der KSC stürzte auf den Relegationsrang 16.

Ein haarsträubender Torwartfehler von Martin Männel entschied das Spiel von Erzgebirge Aue gegen den MSV Duisburg: In der Nachspielzeit schlug der Auer Keeper beim Herauslaufen aus dem Strafraum ein "Luftloch" und überließ so unfreiwillig dem heranstürmenden Maurice Exslager den Ball, der dankbar zum 2:1 (1:1)-Erfolg für die Gäste versenkte. Dabei hatte Männel seinen Verein zuvor noch mit guten Paraden im Spiel gehalten. Es war der erste Auswärtssieg für die von Ex-Schalke-Keeper Oliver Reck trainierten Duisburger. Für Aue war es dagegen bereits die vierte Heimniederlage der Spielzeit.

Autor: Calle Kops (mit sid und dpa)

Redaktion: Andreas Sten-Ziemons