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Kultur

Dramatikerpreis: Politisch Brisantes nominiert

Auch der 40. Mühlheimer Dramatikerpreis transportiert die harte Realität des Lebens auf die Bühne. Sieben Stücke mit hochaktuellen Themen konkurrieren um einen der renommiertesten Theaterpreise.

Bis zu 700 tote Flüchtlinge bei Schiffsunglücken im Mittelmeer

Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa

Nominiert wurden sieben Inszenierungen über das Schicksal von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer, rechtsextreme Gewalt oder Groteskes aus einer Kinderwunschpraxis. "Das Trendthema des Theaterjahres sind die Taten der Terrorzelle NSU", sagte der Sprecher des Auswahlgremiums, Tobias Becker, am Dienstag (3.3.2015). Geschafft hat es auf die Liste der Nominierten für das Festival deutschsprachiger Gegenwartsdramatik das Stück "Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute" von Dirk Laucke in der Inszenierung des Schauspiels Stuttgart.

Mit in der Konkurrenz sind auch "Die Schutzbefohlenen" von Elfriede Jelinek über das Flüchtlingsdrama von Lampedusa (Hamburger Thalia Theater). Die österreichische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin von 2004 hat den begehrten Dramatikerpreis bereits vier Mal bekommen. Auch die Groteske "Wunsch und Wunder" von Felicia Zeller (Saarländisches Staatstheater) über eine Praxis für Reproduktionsmedizin wurde nominiert.

Begehrte Auszeichnung

Die endgültige Entscheidung fällt nach dem Mülheimer Theaterfestival "Stücke" (16. Mai bis 6. Juni 2015), bei dem alle nominierten Werke gezeigt werden. Der mit 15.000 Euro dotierte Dramatikerpreis gilt als eine der renommiertesten Theaterauszeichnungen Deutschlands und wird seit 1976 vergeben. Der erste Preisträger war Franz Xaver Kroetz, es folgten unter anderem Botho Strauß, George Tabori und Herbert Achternbusch.

kk/suc (dpa, epd)