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Syrien

Drahtzieher des Istanbul-Anschlags getötet

Nach Angaben eines US-Diplomaten haben US-Soldaten ein ranghohes Mitglied des "Islamischen Staats" getötet. Er soll zum einen ein Hintermann im Anschlag auf den türkischen Nachtklub an Silvester gewesen sein.

Der US-Beauftragte für den Kampf gegen dschihadistische Gruppen im Irak und in Syrien, Brett McGurk, bestätigte über den Kurzbotschaftendienst Twitter, dass US-Soldaten in Syrien einen ranghohen Kämpfer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und Hintermann des Anschlags auf den Istanbuler Nachtclub "Reina" (Archivbild) getötet hatten. McGurk drohte in seiner Nachricht dem IS und fügte hinzu: "Wir werden euch überall finden."

Ein Vertrauter al-Baghdadis

Amtlichen Angaben zufolge handelt es sich bei dem Toten um Abdurachmon Usbeki. Er soll ein enger Vertrauter von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi gewesen sein. Als solcher habe er dabei geholfen, Zellen ausländischer Kämpfer aufzubauen und den nächtlichen Angriff in Istanbul zu planen. Usbeki soll am 6. April im syrischen Majadin getötet worden sein. Die Stadt liegt am Euphratufer in der Nähe von Deir Essor im Osten Syriens. Das Gebiet wird regelmäßig von der US-geführten Anti-IS-Koalition aus der Luft bombardiert.

In der Silvesternacht hatte ein bewaffneter Mann das "Reina" gestürmt und in dem eleganten Nachtclub am Bosporus-Ufer 39 Menschen erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS. Zwei Wochen später wurde der Usbeke Abdulkadir Mascharipow in einer Wohnung im Stadtviertel Esenyurt am Westrand von Istanbul als der mutmaßliche Attentäter festgenommen.

myk/cw (afp, rtre)