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Podcast Wirtschaft

Draghi packt die Bazooka aus (29.02.2012)

Europas Banken leihen sich bei der EZB fast 530 Milliarden Euro +++ Hausgemachte Baustellen sorgen für rote Zahlen bei ThyssenKrupp +++ Polen und die Ukraine hoffen auch nach der Fußball-EM auf gute Geschäfte

Audio anhören 16:30

Wirtschaft (29.02.2012 / mp3)

Geldhahn aufgedreht

Die Europäische Zentralbank hat am Mittwoch zum zweiten Mal die Bazooka, die geldpolitische Panzerfaust herausgeholt und Europas Banken förmlich mit Geld überschwemmt. Rund 800 Banken haben sich bei der EZB insgesamt knapp 530 Milliarden Euro für eine Laufzeit von drei Jahren ausgeliehen - und das zum historisch günstigen Zinssatz von 1,0 Prozent.

Welche Ziele verfolgt die EZB mit dieser gigantischen Geldspritze? Werden damit nicht neue Inflationsgefahren heraufbeschworen? Das fragen sich nicht nur die Analysten an der Frankfurter Börse. Wir sprachen darüber mit Ansgar Belke, Finanzwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen.

Hausgemachte Probleme

Vor über 200 Jahren - im November 1811 - begann die Geschichte des Essener Stahlkochers Krupp - eine Geschichte, die wechselvoller nicht sein könnte. Schienen, Loks und Lastwagen, Tauchkapseln und Kanonen - das Unternehmen hat in diesen 200 Jahren praktisch alles gebaut, was sich aus Metall machen lässt. Doch nach den Feiern zum Jubiläum ist im Konzern, der längst ThyssenKrupp heißt - inzwischen wieder der graue Alltag eingekehrt. Angesichts eines milliardenschweren Schuldenbergs wurde gerade die Edelstahl-Sparte verkauft. Im Zuge des Umbaus soll fast jeder Fünfte der weltweit knapp 180 000 Mitarbeiter den Konzern verlassen.Ein Zustandsbericht.

Hoffen auf Touristen

Der Countdown für die Organisatoren der Fußball-EM in Polen und der Ukraine läuft - schnell werden noch so viele Autobahnkilometer wie möglich betoniert und zusätzliche Zimmer für die Fußball-Fans gesucht. Auch wenn bei den Vorbereitungen viel schief lief: Beide Länder haben für die Europameisterschaft tief ins Portemonnaie gegriffen: für Stadion- und Autobahnbau, Verbesserung von Zugstrecken und touristischer Infrastruktur. Einen Modernisierungsschub habe die EURO 2012 damit jetzt schon gebracht, heißt es - und nun hoffen die Gastgeber, dass sich die Investitionen für das Fußballfest auch auszahlen - durch einen Imagegewinn und einen langfristigen Ansturm von Touristen.

Moderaton:Rolf Wenkel
Redaktion: Henrik Böhme

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