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Aktuell Kultur

Douglas-Sirk-Preis für Fatih Akin

Im Rahmen des Filmfests Hamburg erhielt Fatih Akin eine ganz besondere Auszeichnung. Der Douglas-Sirk-Preis erinnert an den deutschen Regisseur, der in Hollywood Karriere machte.

Zuletzt war der neueste Film des deutschen Regisseurs mit türkischen Wurzeln beim Festival in Venedig zu sehen. Dort löste "The Cut", der den Mord an Hundertausenden Armenieren im letzten Jahrhundert thematisiert, ein zwiespältiges Echo aus. Allgemein anerkannt wurde jedoch die Tatsache, dass sich der Filmemacher eines wichtigen und in der Türkei weitgehend verschwiegenen Themas angenommen hat: dem Genozid an den Armenieren während des Ersten Weltkriegs durch türkische Truppen.

"The Cut" wird jetzt im Rahmen des

Filmfests in Hamburg

gezeigt. Mitte Oktober kommt er dann regulär in die Kinos. Der Douglas-Sirk-Preis erinnert an den in Hamburg geborenen Filmregisseur Hans Detlef Sierck, der 1937 das nationalsozialistische Deutschland verließ. In Hollywood feierte er später große Erfolge als Regisseur farbenprächtiger Melodramen. In den USA nannte sich der Regisseur Douglas Sirk. Auch Fatih Akin ist gebürtiger Hamburger. Die Auszeichnung wird seit 1995 vom Festival in der Hansestadt verliehen. Zu den früheren Preisträgern zählen der kanadische Regisseur Atom Egoyan, Wong Kar-Wai aus Hongkong und der US-Star Clint Eastwood.

Deutschland Eröffnung Filmfest Hamburg 2014 (Foto: agenturen)

Szene aus dem Fatih Akin-Film "The Cut"

Britisches zum Auftakt

Das Filmfest Hamburg (25.9.-4.10.2014) war am Donnerstag mit dem britischen Film "Pride" eröffnet worden, einer Komödie, die auf wahren Begebenheiten beruht. "Pride" spielt in den 1980er Jahren während der Thatcher-Ära und schildert eine Episode des legendären Bergarbeiterstreiks. Damals solidarisierten sich auch Homosexuelle mit den Bergarbeitern, was diese erst nach anfänglichem Zögern anerkannten. "Pride" ist eine klassisch britische Sozialkomödie mit heiteren und ernsten Zwischentönen.

Italien Filmfestspiele Venedig 2014 Filmszene The Cut (Filmfest Venedig/Verleih)

Auftakt beim Hamburger Filmfest

Forum für Filme aus aller Welt

Das Filmfest Hamburg zeigt traditionell eine Mischung aus Arthaus- und Mainstream-Filmen, insgesamt 143 Produktionen aus 49 Ländern. Viele Filme des internationalen Kinos sind inzwischen nur noch auf Festivals zu sehen. "Es muss Festivals geben, damit weniger sichtbare Länder ein Forum bekommen, damit der Nachwuchs sein Publikum findet und damit das Publikum sich ein Bild davon machen kann, wie reich das Weltkino in der Tat ist", sagte Festivalchef Albert Wiederspiel zur Eröffnung.

jk/ suc

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