1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Afrika

Dos Santos bleibt Präsident von Angola

In Angola haben Staatsmedien die amtierende Partei MPLA zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Damit bleibt der seit fast 33 Jahren regierende Jose Eduardo dos Santos für weitere fünf Jahre im Präsidentenamt.

Die Meldung kam noch vor der Bekanntgabe des Endergebnisses nach Auszählung von etwa 75 Prozent der am Freitag abgegebenen Stimmen: Nach Angaben der staatlich gelenkten Zeitung "Jornal de Angola" votierten für die regierende MPLA-Partei knapp 75 Prozent der Wähler. Die größte Oppositionspartei, die frühere Rebellengruppe Unita, die nach der Unabhängigkeit von Portugal in einem 27-jährigen Bürgerkrieg gegen die MPLA kämpfte, kam auf knapp 18 Prozent. Die erst im März gegründete Casa-Partei des Unita-Abweichlers Abel Chivukuvuku erhielt 4,6 Prozent.

Die Angolaner stimmten über die Verteilung der 220 Sitze im Parlament ab. Die 2010 geänderte Verfassung sieht vor, dass der Chef der Partei mit den meisten Stimmen nun automatisch Staats- und Regierungschef in einer Person wird. Damit kann der 70-jährige Dos Santos für fünf weitere Jahre im Amt bleiben kann. Es war die zweite Wahl in dem südwest-afrikanischen Land seit dem Ende des Bürgerkriegs 2002. Knapp zehn Millionen Wähler waren für den Urnengang am Freitag registriert.

Opposition kritisiert Wahl als "unglaubwürdig"

Ein Mann gibt seine Stimme in einem Wahllokal in Kicolo, Angola, ab. (Foto: AP)

Rund 10 Millionen Wähler waren registriert

Die MPLA, die seit der Unabhängigkeit von Portugal 1975 an der Macht ist, hatte bereits im Vorfeld als klarer Favorit gegolten. Bürgerrechtler und die Opposition hatten zuvor die Abstimmung als einseitig und unglaubwürdig kritisiert. In den Oppositionslagern wurden Stimmen laut, die Wahl anzufechten.

Bei der Wahl vor vier Jahren hatte die MPLA 81 Prozent der Stimmen erreicht. Die Unita unter ihrem Vorsitzenden Isaias Samakuva war 2008 nur auf zehn Prozent der Stimmen gekommen. Der 66-Jährige kritisiert vor allem, dass der Ölreichtum des Landes nur einer Elite zugute kommt. Angola ist der zweitgrößte Ölproduzent Afrikas.

GD/as (afp, rtr, dapd)

Die Redaktion empfiehlt