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Fußball

Dortmund weiter auf Rekordkurs

Schalke macht einen gewaltigen Sprung nach vorn. Stürmisch gefeierte Vertragsverlängerungen, Fanproteste, Trainerwechsel und der BVB auf Rekordkurs – all das hatte der 16. Spieltag in der Fußball-Bundesliga zu bieten.

Jubel um Torschütze Sahin (Foto: AP/Frank Augstein)

Jubel um Torschütze Sahin

Borussia Dortmund grüßt weiter einsam von der Spitze – im Tabellenkeller gehen dagegen bei Borussia Mönchengladbach so langsam die Lichter aus. Unterschiedlicher könnte es kurz vor Ende der Hinrunde bei den Bundesliga-Vereinen kaum zugehen. Der BVB eilt von Sieg zu Sieg, noch ein einziger Erfolg trennt Borussia Dortmund vom nächsten Rekord: Mit 46 Punkten aus den ersten 17 Spielen hätte der BVB dann Bayern München abgelöst. 44 Zähler hatte der Deutsche Meister in der Saison 2005/2006 nach der Hinrunde gesammelt – so viele wie kein Verein zuvor. Nach dem 2:0 (1:0) über Werder Bremen reicht der Borussia also nächste Woche ein Remis bei Eintracht Frankfurt, um die Münchener Bestmarke zu erreichen. Trotz der überragenden Hinserie weigert sich BVB-Trainer Jürgen Klopp jedoch weiter, vom Meistertitel zu reden. "Wir wollen einfach das nächste Spiel gewinnen", sagt er. Nationalspieler Mats Hummels bleibt ähnlich bescheiden. "Es war eher ein hartes Stück Arbeit. Wichtig ist, dass wir unsere Spiele gewinnen. Dann sind wir jede Woche glücklich und zufrieden."

Leverkusen und Hannover jagen Dortmund

Leverkusens Sidney Sam (M.), Leverkusens Simon Rolfes (l.) und Leverkusens Michal Kadlec feiern den Treffer zum 0:1 durch Sam. (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Sidney Sam trifft gegen seinen Ex-Klub

Erster Verfolger der Borussen ist Bayer Leverkusen. Das Team von Trainer Jupp Heynckes gewann souverän mit 4:2 (0:1) beim Hamburger SV. "Was meine Mannschaft im Moment auszeichnet, ist, dass wir auch nach einem Gegentreffer immer wieder eine Antwort parat haben", sagte Trainer Jupp Heynckes: "Insgesamt ein wichtiger Sieg in der jetzigen Situation." Während die Leverkusener auswärts weiter ungeschlagen sind, verharrt der enttäuschende HSV im Mittelfeld der Tabelle. Die Fans versammelten sich nach der siebten Saisonniederlage vor dem Stadion und forderten den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann.

Die beste Hinrunde aller Zeiten spielt Hannover 96: Nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg über den VfB Stuttgart kletterte Hannover auf Platz drei. Die abstiegsgefährdeten Stuttgarter reagierten inzwischen auf die Niederlage mit einem erneuten Trainerwechsel: Nach nur 13 Pflichtspielen wurde Jens Keller freigestellt. Nach Christian Gross und Keller soll nun Bruno Labbadia den Verein aus der Krise führen. "Ich weiß, dass es nicht mehr fünf vor zwölf ist – das war letzte Woche", sagte Labbadia bei seinem Amtsantritt: "Wir planen keinen Aktionismus." Labbadia, der schon Hamburg und Leverkusen trainierte, erhielt einen Vertrag bis 2013, der aber nur für die Bundesliga gilt.

"Schweini" bleibt bei den Bayern

Der Münchener Bastian Schweinsteiger (r.) und St. Paulis Max Kruse kaempfen um den Ball. (Foto: Sebastian Widmann/dapd)

Bleibt seinem FC Bayern weitere fünf Jahre treu: Bastian Schweinsteiger

Erfreuliches gab es beim FC Bayern München zu vermelden. Zwar liegt der Rekordmeister nach dem 3:0 (1:0) über St. Pauli noch immer mit 17 Punkten hinter Dortmund auf Platz sechs, doch Nationalspieler Bastian Schweinsteiger sorgte trotzdem für hemmungslosen Jubel: Per Stadionmikro gab er bekannt, dass er seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis 2016 verlängert hat. Er habe sehr gute Gespräche gehabt, sagte Schweinsteiger. "International ist natürlich für mich das große Ziel, die Champions League zu gewinnen. Und dafür werde ich alles tun, den Titel nach München zu holen."

Fussball, 1. Bundesliga, Saison 2010/2011, 16. Spieltag, SC Freiburg - Freiburgs Papiss Cisse (M.) bejubelt seinen Treffer zum 3:0. (Foto: Michael Kienzler/dapd)

Cissé mit Doppelpack

Vor den Bayern steht mit 27 Punkten der SC Freiburg auf Platz fünf. Freiburg besiegte Borussia Mönchengladbach deutlich mit 3:0 (2:0). Erneut war es Papiss Demba Cissé, der mit seinen Treffern Nummer zwölf und 13 fast im Alleingang für den sechsten Freiburger Heimsieg der Saison sorgte. Für die Borussia bedeutet die zehnte Niederlage im 16. Spiel allerdings den letzten Tabellenplatz mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.

Schalke kann doch noch siegen

Schalkes Jefferson Farfan feiert seinen Treffer (Foto: AP Photo/Martin Meissner)

Farfan entscheidet mit seinem Treffer das Spiel

In einem kuriosen Spiel mit je einem verschossenen Elfmeter auf beiden Seiten gab der FC Schalke 04 ein Lebenszeichen von sich. Gegen den FSV Mainz siegte "Königsblau" mit 1:0 (1:0) und machte einen gewaltigen Sprung nach vorn auf Platz zehn. Nach dem Gruppensieg in der Champions League setzten die Schalker nun auch in der Bundesliga ihren Aufwärtstrend fort. Mainz bleibt trotz der Niederlage vor den Bayern auf Rang vier. Hinter die Bayern rutschte 1899 Hoffenheim nach dem 1:1 (0:0) gegen Nürnberg in der Tabelle auf Platz sieben ab.

Köln Gewinner im Abstiegskampf

Kölns Christian Clemens (re) feiert sein Tor zum 1:0 mit Pedro Geromel. (Foto: Federico Gambarini dpa/lnw)

Matchwinner Clemens (re) nach seinem ersten Bundesligator

Im Abstiegskampf sammelte nach den Niederlagen von Mönchengladbach und Stuttgart der 1. FC Köln wichtige Punkte. Das Team von Trainer Frank Schaefer kam zu einem knappen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt und kletterte auf Rang 16. "Wir haben diesen Sieg erkämpft und am Ende auch hoch verdient gewonnen", lobte Trainer Frank Schaefer seine Mannschaft, die ohne ihre beiden Offensivkräfte Milivoje Novakovic und Lukas Podolski auskommen musste: Nationalspieler Podolski verletzte sich während der Partie und musste ausgewechselt werden. Er zog sich eine Sprunggelenksverletzung zu, kann aber möglicherweise im letzten Hinrundenspiel gegen Schalke wieder auflaufen.

Keine Tore gab es im Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem VfL Wolfsburg. Beide Teams liegen weiterhin punktgleich im Mittelfeld. Nach der Nullnummer gab es auch bei den Wolfsburgern Fanproteste: "Wir haben die Schnauze voll", schallte es Edin Dzeko und seinen Kollegen erbost entgegen. Der VfL ist nur noch drei Punkte von dem Relegationsplatz entfernt.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Calle Cops

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