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Fußball

Dortmund siegt im Schongang

Der deutsche Meister holt einen lockeren Heimsieg gegen Nürnberg und untermauert damit seine Ambitionen Tabellenführer Bayern München nicht einfach ziehen zu lassen. Mit vier Derbys geht der 19. Spieltag weiter.

Borussia Dortmunds Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek (r.) jubeln (Foto: REUTERS/Ina Fassbender)

Borussia Dortmunds Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek (r.) jubeln

Borussia Dortmund bleibt auf Champions-League-Kurs und ganz nebenbei Spitzenreiter Bayern München auf den Fersen. Der Titelverteidiger setzte sich zum Auftakt der 19. Runde der Fußball-Bundesliga leicht und locker mit 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg durch. Dank der Treffer von Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski verdrängte der BVB in der Tabelle vorerst das Team von Bayer Leverkusen von Rang zwei. Eine Woche nach der 5:0-Gala in Bremen sorgte Blaszczykowski vor 80.100 Zuschauern mit seinen beiden Treffern (18./Foulelfmeter/21. Minute) für die frühe Entscheidung. Für "Kuba" waren das die Saisontore Nummer sieben und acht. Sein Landsmann Lewandowski (88.) krönte den fünften Dortmunder Heimsieg dieser Saison mit dem 3:0.

Gleich bei vier Partien an diesem Bundesliga-Wochenende dürfen sich die Gästefans darüber freuen, dass die Anreise zum Spielort diesmal recht kurz ausfällt. Tabellenführer Bayern München trifft sich mit dem VfB zum Südgipfel in Stuttgart und wird dort von Stuttgarts Bestem mit gehörigem Respekt empfangen: "Gegen Bayern wird es nicht einfach, weil das ein sehr guter Gegner ist", sagt VfB-Torjäger Vedad Ibisevic. "Sie haben vielleicht die beste Mannschaft der Welt im Moment." Ibisevic und seine Teamkameraden haben etwas gutzumachen: Im Hinspiel setzte es eine 1:6-Pleite für die Stuttgarter – Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der VfB, derzeit Tabellen-Zehnter, könnte mit einem Sieg den Sprung auf die Europapokalplätze schaffen.

Bayerns Franck Ribery (l.) und Stuttgarts Gotoku Sakai kämpfen um den Ball (Foto: Kerstin Joensson/AP/dapd)

Der FC Bayern ist der Gejagte - jetzt darf es der VfB Stuttgart versuchen der Übermannschaft ein Bein zu stellen

Nordderbys in Hamburg und Hannover

Einen neuen Rekord kann Bremens Trainer Thomas Schaaf aufstellen: Im insgesamt 97. Bundesliga-Derby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen, könnte er der erste Trainer sein, dem vier Siege in Serie gelingen. Dem nüchternen Schaaf wird es egal sein, wichtiger als der Rekord sind die drei Punkte. Schließlich ist das, was früher ein absolutes Spitzenspiel war, heute nur noch das Duell des Neunten (Hamburg) gegen den Zwölften (Bremen), der jeden Punkt bitter nötig hat.

Nicht weit entfernt von Hamburg steigt das zweite Nordderby des 19. Spieltags: Beim Spiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg kommt es aber nicht nur zum Treffen zweier Nachbarn, sondern auch zweier Freunde, dem der beiden Trainer Mirko Slomka (Hannover) und Dieter Hecking (Wolfsburg). Für die 90 Minuten auf dem Rasen soll die Freundschaft aber ruhen. "Das Haus wird ausverkauft sein und es gibt sicherlich auch eine tolle Stimmung", meint Slomka. "Wir werden alles dafür tun, um diese Stimmung bis zur 90. Minute und darüber hinaus für unsere Fans positiv zu halten. Schließlich spielen wir zu Hause und wollen da unser Spiel durchbringen."

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West-Derby: Gladbach empfängt Düsseldorf

Die kürzeste Anreise haben an diesem Wochenende die Anhänger der Düsseldorfer Fortuna, die ins rund 30 Kilometer weit entfernte Mönchengladbach müssen. Dort trifft ihr Club auf die Borussia, die immer noch versucht, die gute Form aus der vergangenen Saison wiederzufinden. Der Rückrundenauftakt, ein 0:0 in Hoffenheim, war da für den Tabellen-Achten eher ein Schritt in die falsche Richtung. "Düsseldorf – das wird ein hartes Stück Arbeit, keine Diskussion", meint Gladbachs Trainer Lucien Favre. "Das ist eine Mannschaft, die sehr kompakt und gut organisiert spielt. Die Ergebnisse, die sie bisher erzielt haben, beweisen etwas. Sie sind sehr schwer zu spielen."

Der Düsseldorfer Torwart Fabian Giefer (r.), der Mönchengladbacher Luuk de Jong (2.v.r.) und der Düsseldorfer Oliver Fink (l.) kämpfen um den Ball (Foto: Roland Weihrauch dpa/lnw)

Ein Remis und das Aus im DFB-Pokal gab es für Mönchengladbach in Düsseldorf - jetzt will Borussia den Heimsieg

Der Tabellen-Zweite Bayer Leverkusen will den Schwung des guten Rückrundenauftaktes gegen Eintracht Frankfurt (3:1) mitnehmen und auch beim SC Freiburg drei Punkte holen. Die Werkself ist Favorit, auch wenn der Gegner derzeit auf dem sechsten Tabellenrang liegt. SC-Trainer Christian Streich sieht sein Team dennoch als Außenseiter: "Mit einem Unentschieden gegen Leverkusen wären wir schon zufrieden", sagt er. "Ich würde dann auch mit einem 2:2 leben können. Denn es wäre ja dieselbe Punktzahl und die Zuschauer hätten auch noch vier Tore gesehen."

Schalke will Aufwärtstrend bestätigen

Sogar neun Tore sahen die Zuschauer am vergangenen Spieltag auf Schalke. Die "Knappen" setzten sich mit 5:4 gegen Hannover durch und wollen in Augsburg nun nachlegen. Schalkes Trainer Jens Keller hat Respekt vor dem Gegner und warnt vor allem vor einem Mann: "Der FC Augsburg hat mit Sascha Moelders vorne einen sehr unangenehmen Spieler, der jedem Ball nachgeht, der körperlich extrem präsent ist. Den gilt es, in den Griff zu bekommen." Ein Sieg ist fast schon Pflicht für die Schalker, zumal der Gegner "nur" Tabellen-Vorletzter ist und die Schalker zudem das Erreichen der Champions League als Wunschziel ausgegeben haben. Der Abstand auf Rang drei beträgt derzeit fünf Punkte.

In den weiteren Partien empfängt Greuther Fürth den FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt bekommt es mit 1899 Hoffenheim zu tun.

Hinweis: Die Deutsche Welle berichtet am Samstag (26.01.2013) ab 16.05 MEZ in ihrem Live-Stream vom 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

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