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DFB-Pokal

Dortmund siegt beim Pokalschreck

Borussia Dortmund gibt sich im Nachholspiel beim Drittligisten Sportfreunde Lotte keine Blöße und gewinnt dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte klar. Damit kommt es im Halbfinale zum "deutschen Clasico".

Deutschland Sportfreunde Lotte - Borussia Dortmund | Pulisic Jubel (Getty Images/AFP/P. Stollarz)

Zwei Torschützen, ein Vorbereiter: Pulisic, Schürrle und Dembele (v.l.)

Nichts wurde aus dem Traum der Sportfreunde Lotte, nach Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen mit Borussia Dortmund den dritten Bundesligisten im diesjährigen DFB-Pokal-Wettbewerb aus dem Rennen zu werfen. Der Bundesligist gewann das Viertelfinalspiel-Nachholspiel mit 3:0 (0:0). Christian Pulisic (57. Minute), André Schürrle (66.) und Marcel Schmelzer (83.) erzielten vor 15.780 Zuschauern in Osnabrück die Treffer für den BVB. Vor zwei Wochen war die Partie in Lotte abgesagt worden, weil der Platz nach heftigem Schneefall nicht bespielbar war. Im Halbfinale tritt Borussia Dortmund nun Ende April beim FC Bayern München, dem Rekord-Pokalsieger, an. Das andere Halbfinale bestreiten Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt.

Nur eine echte Chance in der ersten Hälfte

"Es ist gekommen, wie wir es erwartet haben, gerade in den ersten Minuten. Wir wollten uns nicht beeindrucken lassen und seriös spielen, das haben wir geschafft und am Ende verdient gewonnen", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel. Er hatte auf zwei Leistungsträger verzichten müssen: Mittelfeldspieler Julian Weigl und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang fehlten beide wegen Adduktorenproblemen. Die ersten zehn Minuten auf dem tiefen Rasen von Osnabrück gehörten dem Außenseiter aus der dritten Liga. Die Sportfreunde Lotte machten Druck, doch es fehlte an der nötigen Präzision oder dem rechtzeitigen Abspiel. Nach den Unsicherheiten der Anfangsphase fing sich die Dortmunder Abwehr, und der Bundesligist übernahm das Kommando. Torchancen blieben jedoch Mangelware.

Deutschland Sportfreunde Lotte v Borussia Dortmund - DFB Cup Quarter Final (Getty Images/Bongarts/M. Rose)

In der ersten Halbzeit eine umkämpfte Partie: BVB-Kapitän Schmelzer (l.) und Lottes Rosinger

Ein Flachschuss von Raphael Guerreiro aus gut 20 Metern (24.), der knapp rechts am Tor des Drittligisten vorbeizischte, blieb der einzige Aufreger der ersten Hälfte. Die Lotte-Fans verabschiedeten ihr aufopferungsvoll kämpfendes Team mit Applaus in die Pause.

Schürrle sorgt für Vorentscheidung

Nach Wiederanpfiff erhöhte Dortmund das Tempo. In der 57. Minute brach das Abwehrbollwerk der Sportfreunde zum ersten Mal. Der 19 Jahre alte, wieder einmal stark aufspielende Franzose Ousmane Dembele spielte den Ball genau in den Lauf des 18-jährigen US-Amerikaners Pulisic, der aus halblinker Position aus acht Metern Lotte-Torwart Benedikt Fernandez tunnelte und zum 1:0 einschob. Damit war der Widerstand des Drittligisten gebrochen. Weltmeister Schürrle sorgte mit dem zweiten BVB-Treffer für die Vorentscheidung: Der Japaner Shinji Kagawa flankte von links in den Strafraum, Guerreiro legte per Kopf zurück auf Schürrle, der den Ball volley aus sechs Metern in die Maschen jagte (66.).

Erst Glanzparade, dann Fehler

Jubel um BVB-Torschütze Schmelzer. Foto: Getty Images

Jubel um Torschütze Schmelzer (3.v.l.)

Der BVB hatte in der Folgezeit gegen die Sportfreunde, bei denen zunehmend die Kräfte schwanden, weitere gute Gelegenheiten. Die beste hatte Dembele, der aber aus kurzer Entfernung am reaktionsstarken Fernandez (76.) scheiterte. Beim dritten Treffer der Dortmunder machte der Torwart des Drittligisten jedoch keine gute Figur: Der direkte Freistoß von Marcel Schmelzer aus gut 20 Metern schien haltbar. Fernandez hatte die Hände auch am Ball, lenkte das Leder aber an den Innenpfosten, von dort prallte das Spielgerät zum 3:0-Endstand ins Netz (83.). "Wir wollten hier keinen Schönheitspreis gewinnen", räumte BVB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro nach dem Abpfiff ein, richtete aber gleich den Blick nach vorn: "Schöner kann es nicht sein. Jetzt heißt es, Mund abputzen und ab zu den Bayern."

Wenn Sie noch einmal in die Partie eintauchen wollen, können Sie hier im Liveticker nachlesen:  

DW-Liveticker