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Fußball

Dortmund ohne Mühe weiter, Köln raus

Im ersten Durchgang der 2. DFB-Pokalrunde gab es keine Überraschungen: Die Bundesligisten BVB, Augsburg, Mönchengladbach und der HSV stehen im Achtelfinale, im Erstligaduell setzt sich Hoffenheim gegen Köln durch.

Dortmunds Mario Götze jubelt nach seinem Treffer zum 2:0. (Foto: Sascha Schuermann/dapd)

BVB mühelos weiter

Ohne Mühe und standesgemäß ist der Deutsche Meister Borussia Dortmund in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Vor 74.000 Zuschauern in Dortmund bezwang der BVB den Zweitligisten Dynamo Dresden durch Tore von Robert Lewandowski (30. Minute) und Mario Götze (65.) mit 2:0 (1:0) und geriet zu keiner Zeit in Bedrängnis. "Das war keine Pokalschlacht, würde ich sagen. Wir haben es souverän runtergespielt", lobte Trainer Jürgen Klopp, der für die Vorkommnisse rund um das Spiel kein Verständnis zeigte: Die Partie wurde 15 Minuten später angepfiffen, da es vor dem Spiel zu Krawallen gekommen war. Zudem musste Schiedsrichter Peter Gagelmann das Spiel mehrfach unterbrechen, weil Dresdner Fans Feuerwerkskörper zündeten und Trikots verbrannten.

Als fünften Erstligisten hat es dafür den 1. FC Köln erwischt. Im Bundesligaduell mit 1899 Hoffenheim zogen die Kölner, die zuletzt mit 0:5 bei Borussia Dortmund unter die Räder geraten waren, erneut den Kürzeren. Trotz der 1:0-Führung durch Mato Jajalo in der 6. Minute verloren die Kölner ihr Auswärtsspiel mit 1:2 (1:1). Chinedu Obasi (40.) und Knowledge Musona (50.) drehten die Partie und ließen die Kölner Pokalträume endgültig platzen.

Augsburg, Mönchengladbach und HSV mit Mühe weiter

Gladbachs Dante (v.l.), Marco Reus, Torhueter Marc-Andre Ter Stegen und Roman Neuenstaedter jubeln nach dem Spiel. (Foto: Daniel Maurer/dapd)

Torwart ter Stegen (2.v.r.) wurde mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Gladbacher Matchwinner

Die Fans des dreimaligen Pokalsiegers Borussia Mönchengladbach trauten ihren Augen kaum, als es nach 120 gespielten Minuten beim Drittligisten Heidenheim noch immer 0:0 stand. Schon in der 1. Runde hatten die Heidenheimer auf sich aufmerksam gemacht und Erstligist Werder Bremen aus dem Wettbewerb geworfen. Doch im Elfmeterschießen konnte sich die Borussia mit 4:3 durchsetzen. Held des Abends war Torhüter Marc-André ter Stegen, der nur drei Tage nach seiner schmerzhaften Knieverletzung zwei Elfmeter parierte. "Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Ich bin einfach nur froh, dass es geklappt hat, dass ich zwei Elfer gehalten habe und so meinen Teil zum Sieg beigetragen habe", erklärte der Gladbacher Torwart später erleichtert.

So gerade eben um das Elfmeterschießen herumgekommen ist der Hamburger SV. Beim Regionalliga-Verein Eintracht Trier fiel die Entscheidung erst in der 110. Minute durch den erlösenden Treffer von Dennis Aogo zum 2:1 n.V. (1:1,1:0). Zuvor hatte Ahmet Kulabas die Viertligisten zunächst in der 9. Minute überraschend in Führung gebracht. Erst in der 63. Minute erzielte Marcus Berg dann den Ausgleich. "In unserer Situation ist jedes Erfolgserlebnis wichtig, egal, wie es zustande kommt", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink. "Ich bin sehr froh, in erster Linie, weil es mein erstes Pflichtspieltor für den HSV war", berichtete Aogo. "Darauf hatte ich lange gewartet."

Ein einziges Tor in der regulären Spielzeit reichte dem FC Augsburg für den Einzug in das Achtelfinale. Der Bundesligist, der von Trainer Jos Luhukay auf gleich zehn Positionen umgestellt worden war, erreichte mühsam einen knappen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim Regionalligisten RB Leipzig. Der Viertligist hatte sich zuvor gegen den VfL Wolfsburg durchgesetzt und war auch gegen Augsburg bis zum Schluss nahe an der Sensation.

Düsseldorf erstmals seit 13 Jahren im Achtelfinale

Die Düsseldorfer bejubeln das 1:0 nach einem Eigentor durch den Münchner Benjamin. (Foto: Rolf Vennenbernd dpa/lnw)

Düsseldorf ist seit über einem Jahr zu Hause unbesiegt

Seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt hat Fortuna Düsseldorf: Die Düsseldorfer gewannen das Zweitligaduell mit 1860 München 3:0 (2:0) und blieben auch im 21. Pflichtspiel nacheinander und seit 13 Monaten zu Hause ungeschlagen. Damit stehen die Düsseldorfer zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals.

Noch länger auf die Runde der letzten 16 hat der VfL Bochum gewartet: Der VfL schaffte es erstmals seit 1998. Gegen Drittligist Unterhaching siegten die Bochumer 4:1 (2:0) und taten sich dabei schwerer, als das Ergebnis vermuten lässt. Nach der frühzeitigen 2:0-Führung der Bochumer bekam Unterhaching sogar zwei Elfmeter zugesprochen, konnte aber nur einen verwandeln. Bochum machte dann 20 Minuten vor Schluss mit einem weiteren Doppelschlag alles klar.

Regelrecht in die nächste Runde spaziert ist Zweitliga-Spitzenreiter Greuther Fürth. Mit 4:0 (3:0) schoss Fürth den Ligakonkurrenten SC Paderborn aus dem Stadion und dem Pokal.

Das Achtelfinale findet am 20. und 21. Dezember statt, die Auslosung am 30. Oktober.

DFB-Pokal, 2. Runde
Dienstag, 25.10.2011

RB Leipzig - FC Augsburg 0:1 (0:0)
SpVgg Unterhaching - VfL Bochum 1:4 (0:2)
1. FC Heidenheim - Bor. Mönchengladbach 3:4 i.E. (0:0)
Fortuna Düsseldorf - TSV 1860 München 3:0 (2:0)
Eintracht Trier - Hamburger SV 1:2 n.V. (1:1,1:0)
Borussia Dortmund - Dynamo Dresden 2:0 (1:0)

SpVgg Gr. Fürth - SC Paderborn 4:0 (3:0)
1899 Hoffenheim - 1. FC Köln 2:1 (1:1)

Mittwoch, 26.10.2011

Holstein Kiel - MSV Duisburg
Rot-Weiss Essen - Hertha BSC
Hannover 96 - FSV Mainz 05
Karlsruher SC - FC Schalke 04
Erzgebirge Aue - 1. FC Nürnberg
Bayern München - FC Ingolstadt 04
VfB Stuttgart - FSV Frankfurt
Eintracht Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Jens Krepela

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